Berichte von 05/2016

Home again! Thanks for everything!

Samstag, 21.05.2016

Dies hier wird mein letzter Eintrag sein - Ein Abschlusswort quasi.

Ich bin wieder heile zu Hause in good old Germany angekommen! Ich habe in den letzten 8 Wochen unglaubliche Dinge erleben und wunderschöne Orte besuchen dürfen. Wenn ich nur überlege, wo ich überall war, erscheint mir das alles fast irreal weit weg. Es wird eine Zeit dauern bis ich all die Erlebnisse verarbeitet habe… 

Da war Florida mit der tollen Villa mit Pool in Cape Coral und dem tollen Urlaub mit meiner Familie, den ich sehr genossen habe. Und natürlich meinem Highlight: Der Country-Bar ;-)

Da war San Francisco mit meiner Wahnsinns-Radtour bei perfektem Wetter und einem unglaublichen Gefühl von Freiheit auf der Golden Gate.

Da war Hawaii - Ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben kann... Es war ein Lebenstraum dorthin zu reisen! Die Vulkan- und Regenwald-Landschaft und die Strände und Sonnenuntergänge auf Maui sind für mich mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Das Rumcruisen mit dem Auto hat unendlich viel Spaß gemacht. Die Motorrad-Tour durch die tolle Landschaft auf Oahu vervollständigte das Bild meiner Trauminseln perfekt. Zudem war Pearl Harbor ein absolutes Gänsehaut-Ereignis für mich.

Da war Fiji - Südsee-Feeling pur mitten im Nirgendwo auf der anderen Seite der Welt. Erholung in einem Meer aus Palmen und Sand mitten im Pazifik mit den unglaublich freundlichen Einwohnern von Waya Island.

Da war Melbourne, wo ich so krank wurde und dennoch die schönen Seiten der Stadt und der Umgebung sehen durfte - Die Great Ocean Road Tour mit den 12 Aposteln und der Ausblick über die Stadt vom Eureka Skydeck. 

Da war Sydney mit dem wunderschönen Hafen und der Oper… Vor allem aus der O-Bar, in die Maren mich mitnahm, ein wahnsinnig schöner Anblick. Und die schönen Gegenden rund um Manly und Bondi & Coogee. Auch die Blue Mountains mit den Three Sisters waren toll. Und das Rugby-Spiel nicht zu vergessen!

Da war die Ostküste - Auch hier weiß ich wieder nicht, wo ich anfangen soll… Fraser Island & Whitsunday Islands waren überwältigend… Beide Touren werden mir, auch aufgrund der coolen Leute, die ich traf, für immer im Gedächtnis bleiben. Die Zeit, die ich bei und mit Bianca und Johnny und mit den 3 süßen Hunden in einer wunderschönen, wenn nicht sogar der besten Urlaubsgegend in Australien verbringen durfte – Unvergesslich! Nicht zuletzt das „Links-Fahren“. Nur zu gern würde ich irgendwann nochmal zurückkehren… Wer weiß ;-)

Und da war Singapur - Mein erster Aufenthalt in Asien in einer überraschend tollen Stadt. Vor allem die Gegend um das Marina Bay Sands und Clarke Quay waren der Hammer!

Zuletzt möchte ich auch die vielen freundlichen Leute aus den unterschiedlichsten Winkeln der Welt mit den unterschiedlichsten Geschichten, die ich treffen durfte, nicht vergessen. Am verrücktesten war wohl das Wiedersehen in Airlie Beach mit den vielen Leuten der Fraser Island Tour.

Es wird eine sehr lange Zeit dauern, bis ich wirklich realisiert habe, dass ich all das wirklich sehen und erleben durfte. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie dankbar und glücklich ich dafür bin, so eine Reise gemacht haben zu können! Ich hoffe anhand der Fotos werde ich mich noch lange an dieser Reise erfreuen. Wer sie gerne sehen will, ist zu einem Fotoabend natürlich herzlich eingeladen. 

Ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen Stolz auf mich selbst, denn es gab schon die ein oder andere brenzlige Situation zu meistern oder das ein oder andere (um-) zu organisieren. Und ich glaube ich habe es relativ gut hinbekommen und bin daran vielleicht auch ein bisschen gewachsen.

Zudem habe ich auf dieser Reise sehr viel über mich selbst erfahren und auch das ein oder andere lernen können: Was ich mag, was ich nicht mag, wo ich mich wohl fühle, wo nicht…

So habe ich zum Beispiel gelernt an einem fremden Flughafen in einem fremden Land erstmal durchzuatmen, mich zu orientieren und auf das Kommende zu konzentrieren und nicht sofort planlos drauf los zu laufen. Zudem habe ich ein besonderes Auge darauf, dass der Kofferaufkleber beim Check-In ordentlich befestigt wird. Solche und ähnliche kleine Lehren haben mir geholfen die Reise heile und ohne größere Verluste zu überstehen. Darüber bin ich sehr froh.

Ich hoffe auch ich kann von der Gelassenheit und der Freundlichkeit, die ich erfahren durfte ein bisschen mit in den deutschen Alltag integrieren.

 

Ich möchte mich zu guter Letzt auch bei euch allen, die mich auf meiner langen (viel zu kurzen) Reise in jeglicher Form unterstützt haben, bedanken. Sei es durch Infos, Beratung, Kommentieren oder auch nur Lesen meines Blogs. Vielen Dank für das eifrige Folgen. Ja - Ich weiß, dass ihr meinen Blog gefolgt habt, ich kenne die Besucherzahlen ;-).

Ein besonderer Dank geht natürlich an meine Familie & Freunde, die mich fortwährend unterstützt haben und mir vertraut haben nicht allzu viel Blödsinn in der großen weiten Welt anzustellen.

Ganz besonders möchte ich mich auch nochmal bei Maren und Bianca/ Johnny bedanken, die mir in Australien hilfreich zur Seite standen bzw. mir sogar eine wundervolle Unterkunft geboten haben. Ich bedanke mich auch bei Mela, die mir bei der Zusammenstellung von einem Großteil der Flüge geholfen hat.

Die Route war in meinen Augen sehr gut gewählt und was ich vor meiner Reise von dieser erwartet habe, ist meines Erachtens nach voll in Erfüllung gegangen. Ich wollte besondere Momente & Abenteuer, von denen ich wohl zuhauf erlebt habe. Ich war an friedlichen Orten, habe tolle und glückliche Menschen getroffen und andere Kulturen kennengelernt. Und braun geworden bin ich auch ;-) Ein bisschen!

Bleibt also für mich nur noch eins zu sagen:

Nico

 

P.S. Da ich einen ziemlich fetten CO2-Abdruck mit den ganzen Flügen hinterlassen hab, der mein klimaverträgliches Jahresbudget (2,0 t CO2 pro Jahr) um ein vielfaches überschritten hat, habe ich mich dazu entschlossen etwas zurückzugeben und das Budget auszugleichen! Da ich nicht viel von diesen Klimaausgleichs-Seiten halte, habe ich mir etwas anderes rausgesucht. Auf Fiji hat ja in diesem Jahr ein Zyklon gewütet, der so einiges zerstört hat, auch auf der Insel Nacula des Partnerresorts vom Octopus-Resort. Diesem und den Bewohnern habe ich nun in gleicher Höhe wie es meinem CO2-Abdruck der Flüge entspricht etwas gespendet (ca. 44.000 Flugkilometer und ca. 8,4 t CO2 Emissionen / ca. 23 Eur/t CO2 / Daten gemäß MyClimate). Hier die Seite nur falls noch wer möchte ;-) Give a little

P.P.S. Liebe Welt ausserhalb Deutschlands da draußen: So sieht ein richtiges Brot aus!!!!

Iˋm coming home!

Donnerstag, 19.05.2016

Singapur hat mich gleich am ersten Abend äußerst positiv überrascht! Ich habe ja nur einen kurzen Stopover hier, aber ich muss sagen, die Stadt gefällt mir sehr. Hätte ich wirklich nicht gedacht wie schön sie ist.

Der Flug am 17.05. (Dienstag) verlief zunächst sehr ruhig, war allerdings 8 Stunden lang. Direkt als ich in Singapur angekommen war, zeigte sich mir aber die Schönheit der Stadt. Der Shuttle-Bus fuhr direkt an einigen Highlights von Singapur vorbei. Vor allem das alles überragende Marina Bay Sands Hotel mit seiner völlig verrückten Bauweise (Pool und Palmengarten auf dem Dach) hat es mir angetan. Außerdem sah ich bereits den Singapur Flyer (das 2. größte Riesenrad der Welt) und Downtown Singapur mit den Wolkenkratzern.

Beim Hotel hatte ich diesmal nichts anbrennen lassen. Meine vielen Internet Recherchen und Vorbereitungen sollten sich zum wiederholten Male auszahlen. Ich hatte das Holiday Inn Express Clarke Quay gebucht. Meiner Meinung nach wieder perfekt für meine Zwecke. Tolles Zimmer, tolles Bad, cooler Infinity-Pool und Whirlpool auf dem Dach, Frühstück inklusive und viel billiger als das Marina Bay Sands. Das Hoteldach mit den Pools schaute ich mir auch direkt kurz an.

Ich blieb jedoch nicht lange im Hotel, sondern machte mich gleich abends noch auf meine erste Erkundungstour. Ich wollte einfach noch nicht ins Bett um 19:00 Uhr, obwohl ich (aufgrund des Fluges und Zeitverschiebung) schon müde war. Deshalb schaute ich mir das Haupt-Vergnügungsviertel von Singapur, Clarke Quay, rund um das Hotel an. Dieses liegt direkt am Singapur River und es gibt einige schöne Bars & Restaurants. Das Ganze ist bei Nacht wunderschön beleuchtet, wie im Übrigen die gesamte Innenstadt rund um den Singapur River, was ich auch direkt erkennen sollte. Denn spontan nahm ich eines der kleinen traditionellen Boote, die eine 40-minütige Tour über den Fluss machen. Das war eine grandiose Entscheidung, gerade bei Dunkelheit macht die Fahrt Eindruck. Hierbei konnte ich mir einen guten Überblick verschaffen und es gab auch hilfreiche Audiokommentare auf dem Boot. Ich bekam auch erneut den Singapur Flyer und das in meinen Augen schier unglaubliche architektonische Wunderwerk Marina Bay Sands zu sehen, sogar mit Lasershow bei Nacht! Beeindruckend! Zudem sah ich das Wahrzeichen Singapurs - Merlion: Eine Sagengestalt halb Löwe halb Meerjungfrau.

Circular Quay Marina Bay Sands Singapur Flyer Merlion

Am nächsten Tag (18.05.) fuhr ich zunächst mit der mega sauberen und perfekt organisierten U-Bahn (wie im Übrigen die ganze Stadt) hinter das Marina Bay Sands in die Gardens of the Bay. Dies ist eine tolle Gartenlandschaft mit den eindrucksvollen Supertrees (künstlich angelegte Riesenbäume, die man sogar mit einem Hoch-Rundweg umrunden kann; kostet aber und ich hab‘s nicht gemacht; lohnt sich angeblich nicht).

Supertrees Gardens by the Bay & Marina Bay Sands

Danach ging’s durch das berühmte Marina Bay hindurch und in die Shopping Mall auf der anderen Seite. Von der Promenade aus hat man einen super Blick auf die Skyline und auf das in die Bucht gebaute Stadion „The Float @ Marina Bay“. Ebenfalls völlig verrückt, wie ich finde. Ich ging einmal um die Bucht herum, um Hotel, Skyline und Bay aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.

Völlig krankes Gebäude The Float @ Marina Bay Skyline Nico mit Merlion & Skyline

Anschließend ging ich weiter den Singapur River entlang in Richtung meines Hotels. Nach Besichtigung des Kolonialviertels und von Clarke Quay bei Tag, ging ich, obwohl es erst Mittag war nach 4 Stunden Besichtigungstour, völlig geschafft zum Hotel zurück, wo ich mich am und im Infinity-Pool ein wenig ausruhte. Das tropische Wetter mit Temperaturen von 32 Grad und einer erdrückenden Luftfeuchtigkeit hatten dafür gesorgt, dass ich bereits nach kurzer Zeit Sightseeing pitschnass geschwitzt war. Und anstrengend war das ganze bei der Temperaturen-Luftfeuchtigkeits-Kombination obendrein.

Infinity Pool im Holiday Inn Express

Nach der Erholungsphase startete ich nachmittags aber noch eine 2. Erkundungstour. Zunächst ging ich kurz durch Chinatown, da es aber anfing aus Kübeln zu schütten und sogar zu gewittern, wich ich auf die U-Bahn aus. Ich wollte einen typisch asiatischen Food Court besuchen und tat das auch. Am Lau Pa Sat in Downtown konnte ich aus zig verschiedenen kleinen asiatischen Ständen mein Essen auswählen. Ich wählte asiatische Nudeln mit scharf gewürztem Chicken. Lecker und unschlagbar günstig!

Anschließend fuhr ich in den 61. Stock des One Raffles Place - Die 1-Altitude Bar. Von hier kann man die herrliche Aussicht auf die Stadt genießen, vor allem wenn es nicht gerade regnet, was es aber leider tat. Der Außenbereich der Bar war deswegen geschlossen. So musste ich meinen völlig überteuerten aber standesgemäßen Singapur Sling Cocktail drinnen trinken. Hierbei lernte ich wiedereinmal eine Deutsche (Laura) kennen, die auch hier die Aussicht genoss. Deutschland ist wirklich Reise-Weltmeister! Ich habe keine andere Nation häufiger angetroffen auf meinen Reisen. Nach dem 2., zu teurem Cocktail und unzähligen Fotos bei Tag & Nacht (denn die Sonne war inzwischen untergangen und es hatte auch aufgehört zu regnen) beschlossen wir uns noch ein bisschen gemütlich am Clarke Quay hinzusetzen und zu quatschen bevor jeder seiner Wege ging. Ich wollte noch packen und einige Vorbereitungen für meine Abreise treffen.

Cocktail mit Laura

 

Am letzten Tag in Singapur (19.05.), an dem ich spät abends meinen Rückflug antreten sollte, fuhr ich, nachdem ich im Hotel ausgecheckt hatte, in die Orchard Road - Die Haupteinkaufsstraße von Singapur. Hier bummelte ich noch ein bisschen, ehe ich nochmals zum Hotel zum Duschen und anschließend zum Flughafen fuhr. Ich kaufte aber nichts mehr! Selbst beim Abercrombie-Store blieb ich hart. In meinen Koffer geht nichts mehr rein ;-)

 

Der Rückweg

Ja man glaubt es kaum. Das war sie also meine letzte Station. Ich würde meinen ersten Einstieg in Asien als durchaus gelungen bezeichnen, auch wenn Singapur sicherlich nicht das typische Asien repräsentiert. Aber es ist wirklich eine sehr schöne Stadt und man erkennt noch den kolonialen Einfluss Englands. Für mich geht es nun nach Hause, wo ich hoffentlich wohlbehalten am Freitag morgen ankommen werde. Der Flug wird nochmal hart – 15 Stunden im Flieger mit Zwischenlandung in Zürich.

Auf der einen Seite bin ich traurig, dass meine Reise nun ihr Ende findet, auf der anderen Seite freue ich mich natürlich auf zu Hause und vor allem auch auf euch alle! Ich freue mich auf deutsches Brot, Essen von Mama, kein Flugzeugessen mehr, Schlafen in meinem eigenen Bett, Auto und Motorrad fahren und natürlich auf den BVB am Samstag ;-). Ich habe leider kein einziges Spiel in den letzten 8 Wochen live verfolgen können, umso mehr freue ich mich jetzt auf das Finale.

Ich werde noch einen letzten Beitrag in den nächsten Tagen von zu Hause als Abschluß schreiben, möchte mich aber jetzt schon mal fürs fleißige Lesen, Kommentieren und Unterstützen bedanken!

 

Last days in Australia

Montag, 16.05.2016

Die letzten Tage in Australien und bei Bianca ließ ich deutlich ruhiger angehen.

Am Samstag (14.05.) fuhr ich erneut nach Coolangatta. Hier wollte ich ein bisschen surfen & relaxen. Erst schaute ich mir nochmals die kleinen Geschäfte an und bummelte durch den Ort, bevor ich mir anschließend ein Surfbrett mietete und an den Strand ging. Die Wellen waren anfangs genau richtig zum Üben für mich und es klappte erstaunlich gut. Ich hatte mir extra ein kleineres Brett gemietet. Nun konnte ich mir auch selbst die Frage beantworten wie man beim Surfen steuert, wo man hinfährt. Mit dem riesigen Kahn, den ich auf Hawaii hatte, hatte ich das noch nicht so raus. Aber mit dem kleineren Brett hier klappte das ganz gut und ich hatte ein paar gute „Runs“. Zumindest in meinen Augen sah es gut aus, was die Leute von außen gedacht haben sei mal dahingestellt ;-). Die Wellen wurden aber im Laufe des Tages kleiner, so dass ich mich mehr und mehr aufs relaxen konzentrierte. Ich blieb bis Sonnenuntergang in Coolangatta und schaute mir diesen von einer Mole aus mit Aussicht auf die Skyline von Surfers Paradise an. Abends chillte ich mit Bianca und Johnny vorm TV.

Coolangatta Beach Rechts im Bild: Die Skyline von Surfers Paradise

Am Sonntag (15.05.) ging es dann erneut zum Fingal Beach, den etwas ruhigeren Strand ganz in der Nähe. Bei meiner ersten Besichtigung hatte ich mir laut Bianca den nicht so schönen Strandabschnitt angeguckt. Deshalb fuhr ich zum relaxen nochmals dorthin, allerdings zum anderen Strandabschnitt. Es war brechend voll, weil Sonntag war! Auf dem kilometerlangem feinem Sandstrand konnte ich mindestens 30 Leute zählen, die meisten davon in weiter Ferne. Echt erdrückend, man fand kaum ein Platz zum Liegen am Strand ;-). Hier verbrachte ich auf jeden Fall meinen letzten Strandtag in Australien. Es gibt auch hier einen kleinen Leuchtturm, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die umliegenden Strände und Coolangatta hat. Im Hintergrund erkennt man auch von hier die Skyline von Surfers Paradise.

Aussicht vom Leuchtturm

Nachmittags gegen 15:00 Uhr fuhr ich zurück zu Biancas Haus und Johnny und Bianca zeigten mir den Rest des Grundstückes, den ich noch nicht gesehen hatte. Ich war ziemlich baff, weil das Grundstück ziemlich riesig ist und am Hang liegt. Ich wusste zwar, dass es noch weit ins Tal hineinreicht, aber mit so einer Größe hatte ich nicht gerechnet. Ich nahm einen kleinen Weg durch den mit Regenwald bewachsenen Teil des Grundstückes runter ins Tal. Unten auf einer Lichtung angekommen, wurde ich noch weiter überrascht. Bianca und Johnny haben sich hier in mühevoller Handarbeit eine Koppel und eine Reitarena für ihre Pferde angelegt. Die Lichtung haben sie selbst gerodet und planiert im letzten Jahr. Ich glaube da steckt wirklich viel Arbeit dahinter, aber dafür ist es auch ein wirklich tolles Pfleckchen Erde geworden. Wieder oben angekommen, tollte ich noch ein bisschen mit den 3 Hunden (Sammy, Ruby & Pebbles) rum, bevor ich abends Bianca und Johnny noch in ein Restaurant einlud um mich für ihre Gastfreundschaft zu bedanken. An dieser Stelle nochmals: Vielen Dank!

Reitarena Pferdekoppel mit Reitarena Herumtollen mit den Hunden Pebbles likes it... Cheers...

An meinem letzten richtigen Tag in Australien hatte ich mir noch ein wichtige Sache vorgenommen: Shopping! Ich fuhr ins Harbour Town Outlet, wo ich noch ein paar schöne Klamotten kaufte. Mein Koffer ist zwar randvoll, aber irgendwie muss ich das alles mitkriegen. Im Notfall wird’s sehr warm im Flieger, weil ich alles anziehen muss ;-). Danach ging es noch kurz auf einen Abstecher ins berühmte Surfers Paradise, den Ballermann Australiens. Sieht schon toll aus die Skyline mit den riesigen weiß-blauen Hochhäusern. Aber wie erwartet fand ich es hier zu voll und zu touristisch, deshalb und weil ich abends noch etwas vor hatte, blieb ich nur kurz um anschließend wieder zurück zu fahren. Es ist aber auch meines Erachtens nicht ganz so partymässig wie am Ballermann, zumindest tagsüber nicht, auch weil man keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken darf.

An meinem letzten Abend hatte Johnny aber extra für mich nochmal ein richtiges Aussie BBQ veranstaltet. Seine Eltern und sein Bruder Andy waren auch da um mich zu verabschieden. Sehr nett!

Surfers Paradise Surfers Paradise Beach Surfers Paradise Skyline

 

Die 9. Station
Das war also Australien! Ich habe einige tolle Sachen erlebt und die Zeit hier wirklich sehr genossen. Morgen fliege ich nun weiter. Es geht nach Asien, genauer gesagt Singapur!
 
 

Legen... Wait for it... dary!

Freitag, 13.05.2016

Wieder zurück bei Bianca fing ich gleich mit den nächsten Planungen an. Es gibt noch so viel zu sehen und so wenig Zeit ;-)

 

Für den 10.05. (Dienstag) hatte ich mir eine kleine Auto-Tour zusammengebastelt. Los ging´s zunächst von Terranora nach Byron Bay, ein sehr berühmter Touristen-/Surferort. Die Fahrt dauerte ungefähr eine Stunde. In Byron Bay fuhr ich zunächst zum Leuchtturm. Dieser ist der hellste und östlichste Leuchtturm Australiens. Sein Licht ist bis zu 50 km weit sichtbar. Am Leuchtturm parkte ich meinen Mietwagen für 8 AUD für 2 Stunden, was mir schon sehr teuer vorkam. Aber egal. Ich schaute mir den Leuchtturm an. Die Aussicht von Cape Byron ist wirklich sehr schön. Da ich die Zeit ausnutzen wollte machte ich auch noch den Rund(Wander-)weg rund um den Leuchtturm. Dieser dauert normal etwa 2-3 Stunden. Da ich ein bisschen Sport machen wollte, joggte ich einige Teile des Weges und schaffte ihn in 1,5 Stunden. Der Weg führt auch vorbei am östlichsten Punkt Australiens, einigen schönen (Surfer-)Stränden und einigen Aussichtspunkten. Ich hatte Glück und bekam sogar einige Delfine zu sehen, die hier häufig anzutreffen sind. Wale blieben mir leider verwehrt, da derzeit nicht die Saison dafür ist.

Cape Byron Lighthouse Am östlichsten Punkt Australiens Ausblick auf einen der Strände

Wieder am Auto angekommen fuhr ich anschließend in den Ort um mich dort ein wenig umzusehen. Zunächst ruhte ich mich am Strand von Byron von meiner kleinen Sporteinheit am Morgen ein wenig aus, ging ins Wasser und spielte mit einem Brasilianer und einer Brasilianerin ein wenig Fußball. Es klappt noch einigermaßen ;-)

Main Beach (Byron Bay) & im Hintergrund der Leuchtturm

Danach schaute ich mir den Ort und die vielen kleinen Geschäfte ein bisschen an und aß eine riesige Portion Nachos zum Mittag. Byron Bay ist ein schönes Surferstädtchen. Nicht nur der kleinen Geschäfte und Restaurants wegen, sondern auch weil der Ort eine Politik betreibt, dass sich keine Fast-Food-Kette hier ansiedeln darf.

Byron Bay

Das Einzige was mir gar nicht gefallen hat, war die Parkpolitik des Örtchens. Auch im Ort ist das Parken nicht umsonst, wie es in vielen anderen Orten hier aber eigentlich üblich ist. Da ich schon am Leuchtturm meines Erachtens nach genug gezahlt hatte, zog ich ihnen diesen Zahn. Ich parkte direkt vor dem Schild, das besagte, dass ab hier die Parkgebührenzone anfängt, so dass ich nicht zahlen musste. Es sind von hier auch nur 200 Meter in den Ort, ein kleiner Spaziergang also.

Am Nachmittag fuhr ich dann weiter in das wiederum eine Stunde entfernte kleine Hippie-Dörfchen Nimbin im Inland. Es besteht eigentlich nur aus einer kleinen Straße mit kleinen Hippie-Geschäften und man sieht viele Aussteiger und Hippies. Da es schon dunkel wurde und viele Geschäfte bereits ihren Türen schlossen (klar: Als Hippie kann man ja auch nicht den lieben langen Tag arbeiten und es war ja schon fast 17:00 Uhr) blieb ich nur ein halbes Stündchen im Ort um anschließend den Heimweg anzutreten.

Nimbin

Bei Bianca & Johnny angekommen, erwarteten diese mich bereits mit dem Essen. Johnny kocht wirklich ausgezeichnet und vor allem mit ausschließlich frischen Zutaten. Sehr lecker und gesund obendrein! Abends besuchten uns noch Johnnys Eltern, die nebenan wohnen, und wir spielten eine lustige Runde „Die Siedler“. Leider war ich eher ein engagierter Neuling und konnte nicht wirklich entscheidend ins Spiel eingreifen.

Die Siedler

 

Für die nächsten Tage stand wieder großes (legendäres ;-)) Kino auf dem Programm. Ich hatte mich nochmals für eine Tour entschieden, die mir sehr am Herzen lag. Eine Tour auf die Whitsunday Islands & Great Barrier Reef im Nord-Osten Australiens.

Deshalb buchte ich relativ spontan einen Flug von Brisbane nach Proserpine am 11.05. (Mittwoch) um von dort per Shuttle-Bus nach Airlie Beach gebracht zu werden, wo meine Whitsunday Tour starten sollte. Trotz sehr spontanem Buchen klappte alles ziemlich gut. Zum Fahren wäre die Strecke einfach zu weit gewesen in der kurzen Zeit. Der Flug war bereits 8:40, weshalb Bianca mich freundlicherweise bereits um halb 5 morgens zur Zugstation brachte, von der aus ich direkt in den Flughafen fahren konnte. Vielen Dank nochmal! Der Flug dauert nur etwa 1,5 Stunden und der Flughafen in Proserpine war bis jetzt der, der mir am besten auf meiner Reise gefallen hat. Das hatte einen sehr einfachen Grund. Wir waren die einzige Maschine, die an diesem Tag landete. Deshalb war es sehr ruhig und ein sehr individueller und persönlicher Service. So sollte die Abfertigung am Flughafen immer sein! Ruhig und friedlich!

Ich hatte mir in Airlie für 2 Nächte ein Zimmer im Nomads Airlie Beach Hostel gemietet. Am ersten Tag schaute ich mir zunächst das kleine Örtchen an. Im Prinzip besteht der Ort nur, weil er der Hauptausgangspunkt für alle Touren und Segeltrips in die Whitsundays & zum Great Barrier Reef ist. Entweder man kommt als Tourist hier von einer Whitsunday-Tour oder geht noch auf eine, zumindest taten das alle mit denen ich sprach. Es reiht sich hier Tour-Buchungsbüro an Hostel an Souvenir-Geschäft an Surferladen an Restaurant. Aber sehr schön aufgemacht! Der Ort gefällt mir gut! Ich denke Bianca wird mir da zustimmen ;-) Es gibt auch einen Strand und eine Lagune mit Süßwasserpool.

Airlie Beach Lagune in Airlie Beach

Nachdem ich die paar hundert Meter durchs Dorf gegangen war legte ich mich an die Lagune, da ich ja bereits lange wach war. Der Strand ist zwar schön, es war aber niemand im Wasser und die meisten Leute lagen an der Lagune. Das hatte einen guten Grund. Hier im Nord-Osten Australiens sind die beiden extrem gefährlichen Quallenarten Jellyfish und Irukanji zu Hause (Schilder weisen darauf hin) und ab und zu auch wirklich anzutreffen. Ein Bad mit diesen Tieren sollte man möglichst vermeiden, wenn man nicht gerade einen Kreislaufzusammenbruch oder Schlimmeres bekommen möchte. Dafür gibt es aber die Lagune und die ist wirklich schön aufgemacht und man kann ganz ohne Angst baden. Sie gefiel mir ebenfalls richtig gut!

Das Witzigste am ersten Tag in Airlie war allerdings, dass ich innerhalb von 20 Minuten dort bereits 3 Mädels (alle einzeln) traf, die mit mir auf der Fraser Island Tour waren. Allesamt meganett und erfreut mich wiederzusehen. Und es wurde noch lustiger. Abends am ersten Tag traf ich noch weitere ca. 10 Leute des Trips in einer Bar. Eine Fraser-Island-Gedächtnis-Party. Das war keineswegs abgesprochen. Viele von ihnen reisten alleine, deshalb war es schon ein Zufall, dass wir uns alle wiedertrafen. Aber klein ist die Welt und das obwohl Fraser Island ca. 900 km weit entfernt liegt. Aber die beiden Touren relativ zeitnah zu verbinden ist recht üblich hier und deshalb nicht ganz so überraschend.

 

Am Donnerstag (12.05.) ging dann meine eigentliche Tour los. Ich wurde vom Hostel abgeholt und zunächst zu einem kleinen Flugplatz gebracht. Hier bestieg ich ein 8-sitziges Kleinflugzeug und machte einen 1-stündigen Rundflug. Zunächst ging es über die vielen kleinen Whitsunday Islands (insgesamt 74 Stück) zu einem wiedermal weltberühmten Sandstrand: Whitehaven Beach. In diesem Fall trifft das „weltberühmt“ in jedem Fall zu, da der Strand regelmäßig unter die Top 10 der weltbesten Strände gewählt wird. Ich glaube jeder, der hier irgendwie Urlaub macht, ist an diesem Strand gewesen! Der Strand ist besonders von oben toll anzusehen und wir hatten das große Glück das Ebbe war, so dass die Schattierungen besonders gut sichtbar waren. Aber seht selbst auf den Bildern ;-).

Legendary Whitehaven Beach

 Nachdem wir diesen also überflogen hatten, ging es weiter zum Great Barrier Reef. Hier überflogen wir als Highlight das „Heart Reef“, welches, wie der Name sagt, die Form eines Herzens hat. Mich überkam eine Spur von Romantik, die gleich wieder verflog, weil sich eine Mitreisende Chinesin übergeben musste. Es war an diesem Tag sehr windig, trotz des guten Wetters, was dazu führte, dass unsere Maschine vor allem bei Start und Landung ordentlich durchgerüttelt wurde. Dem ein oder anderen Passagier hat da wohl der Magen versagt. Mir Gott sei Dank nicht ;-) Das Great Barrier Reef ist ansonsten wirklich riesig. Wir überflogen nur einen kleinen Teil! Anschließend ging es wieder zurück.

Heart Reef Great Barrier Reef

Wieder am Boden wurde ich zur Abell Point Marina nahe Airlie Beach gebracht. Von hier aus startete das 2. Highlight des Tages: Eine Ocean-Rafting-Tour! Es ging mit einem Speedboot zunächst erneut in die Whitsunday Islands zu einem Schnorchelstop. Das Riff, das wir uns anschauten, war sehr schön mit vielen Fischen und Korallen, ähnlich wie das vor meinem Hotel auf Fiji. Nach dem Schnorchel-Abenteuer ging es dann zum Hill Inlet. Dies ist ein Aussichtspunkt auf einem kleinen Hügel, von dem aus man nochmals den Whitehaven-Beach sehr gut sehen kann. Hier entstehen auch die unendlich vielen Werbungsfotos des Strandes. Er ist aber auch wirklich toll anzusehen, mit dem Flusslauf aus Süßwasser, was sich mit Meerwasser vermischt und sich dabei durch den Sand schlängelt. Auch hier traf ich erneut ein Mädel von meinem Fraser-Trip, echt witzig.

Hill Inlet: Ausblick auf Whitehaven Beach Speedboat

Anschließend ging es zum Lunch und Relaxen an den legendären Strand selbst, genauer gesagt ans hintere Ende des Strandes, weil es dort sehr ruhig ist. Das Wasser ist super klar und wir konnten sogar einen kleinen Hai und ein paar Stachelrochen entdecken. Der Sand ist ähnlich fein, wie der am Lake McKenzie auf Fraser und die gleichen Geschichten mit dem Schmuck werden auch hier erzählt. Hier konnten wir entspannen und ich schlief sogar kurz, gemütlich in der Sonne liegend, ein, ehe es wieder zurück ging.

Hill Inlet vom Whitehaven Beach

Auf der Rückfahrt erkannte ich dann auch, warum es Ocean Rafting hieß. Ich saß auf dem gleichen Platz wie vorher, genau über dem Rand des Bootes, herrlich in die Sonne gelehnt. Nur wurde ich diesmal im Gegensatz zu den vorherigen Fahrten pitschnass. Wir fuhren durch rauhen Wellengang und jede Welle schlug so gegen das Boot, dass ich sie komplett abbekam. Der Captain hatte uns jedoch vorgewarnt und so nahm ich es als wunderbaren Spaß hin. Deswegen hatte ich die Tour ja gebucht und es war eine wirklich schöne Tour. Mit mehr Zeit hätte ich gerne auch einen mehrtägigen Segeltörn gemacht. Es ist wirklich eine wunderschöne Gegend und sehr schön zwischen den Inseln hin und her zu springen und mit einem Segelboot wäre das sicherlich atemberaubend. Vor allem weil das Meer abends herrlich ruhig wird und man irgendwo seinen Anker auswerfen kann um den Abend zu genießen. Wieder zurück in Airlie verbrachte ich den Rest des Tages an der Lagune.

 

Am nächsten Tag (13.05.) ging es leider schon wieder Richtung Terranora. Die Gegend um die Whitsundays ist wirklich sehr schön und vom Wetter her zu dieser Jahreszeit perfekt. Aber mein Flug startete am nachmittag vom gemütlichen Proserpine Airport. Vorher hatte ich mir die Zeit noch an der Lagune vertrieben. Auf dem Rückweg mit dem Zug gab es auch eine interessante Geschichte zu beobachten. Anstatt eines Fahrkartenkontrolleurs kamen 3 voll bewaffnete Police Officers ins Abteil und kontrollierten die Fahrgäste. Daran sollte sich Deutschland mal orientieren, dann würde es nicht so viele dumme Ausreden bei Leuten ohne Fahrschein geben. Alle hatten Respekt! Erneut holte mich Bianca vom Bahnhof ab. Diesmal hatte sie gekocht und ich bekam freundlicherweise erneut ein sehr leckeres Abendessen. Abends schauten Bianca, Johnny, sein Bruder Andy und ich uns ein  Rugby-Spiel im Fernsehen an bevor es ins Bett ging.

 

Alles in allem war das Abenteuer auf den Whitsunday Islands absolut lohnenswert auch wenn es mit Sicherheit mein teuerster Ausflug der Reise sein wird. Flug, Hotel, Shuttle, Tour… Da kam einiges zusammen, aber das war es für mich absolut wert! Ich muss auch sagen, dass mir die Leute hier gut gefallen. Klar sind die meisten hier Backpacker und von Natur aus eher offenherzig als verschlossen. Zudem sind die meisten ja im Urlaub und deswegen sehr gut gelaunt. Aber mir gefällt der Umgang miteinander hier sehr. Man kommt relativ leicht ins Gespräch und niemand ist voreingenommen gegen sein Gegenüber. Selbst wenn man mal nicht einer Meinung ist, so wird die Meinung des anderen dennoch respektiert und darauf eingegangen. Man unternimmt vielleicht auch mal etwas zusammen oder trifft sich in einer Bar, gerade als Backpacker, aber wenn der andere Freiraum will, ist man ihm nicht böse deswegen. Ein sehr angenehmer, offener Umgang miteinander. „Leben und Leben lassen“ würde ich das mal formulieren. Davon könnte man sich in Deutschland wirklich die ein oder andere Scheibe abschneiden. Es war auf jeden Fall erneut ein unvergesslicher Trip!

 

Eastcoast & Fraser Island

Montag, 09.05.2016

Lange nichts von mir hören lassen! Das lag nicht daran, dass ich weiterhin krank war, sondern hauptsächlich an Orten, an denen es kein Internet gab. Aber immer der Reihe nach...


Mit dem Ortswechsel kam eine deutliche Verbesserung meiner Gesundheit einher. Ich startete am Dienstag (03.05.) um 9:00 Uhr mit dem Mietwagen. Ich bekam im Übrigen ein Upgrade auf einen Mitsubishi ASX, obwohl ich die kleinste Klasse gebucht hatte. Schon mal richtig gut.

Das Fahren auf der falschen Seite klappte auch direkt sehr gut. In Sydney selbst musste ich mich noch sehr konzentrieren, aber je weiter ich in ländlichere Gegenden kam umso entspannter wurde ich. Da es so gut lief, fuhr ich auch bis Terranora an diesem Tag. Ich machte nur eine kurze Mittags- und Tankpause und einen Toilettenpause und war gegen 20:00 Uhr bei Bianca, also 11 Stunden im Auto. Puuu!

Die australische Regierung ist aber total nett. Da sie ja wussten, dass ich unterwegs sein würde, stellten sie freundlicherweise einige Fotokameras am Straßenrand auf. Auf einer dieser Kameras verewigten sie mich auch. Sehr nett, aber ich ahne, dass das Foto nicht ganz billig sein wird. Bianca sagte, dass es sogar richtig teuer wird :-( Mal abwarten. Ich war schätzungsweise 12-15 km/h zu schnell, wird in Australien aber schlimmer geahndet als bei uns. 

Angekommen bei Bianca gab es direkt ein Willkommens-Bier mit ihrem Freund Johnny. Das hatte ich mir verdient und auch von der Gesundheit her war ich wieder soweit.

 

Am nächsten Morgen (04.05.) schaute ich mir das Haus und die Gegend an. Vom Haus aus hat man einen tollen Ausblick auf die Gegend. Es liegt direkt an einem Hang und gerade morgens, wenn die Sonne aufgeht, sieht das sehr toll aus.

Ich fuhr anschließend nach Coolangatta, dem nächstgrößeren Ort. Wie der Name schon sagt, ein „cooler“ Ort. Ich entspannte mich am tollen, breiten und recht ruhigen Sandstrand und machte einen kleinen Spaziergang zum Leuchtturm. Surfer waren natürlich auch wieder anwesend.

Coolangatta
Am Nachmittag bummelte ich noch über die Promenade und fand ein paar Klamotten in einem Surferladen, obwohl in meinen Koffer schon nichts mehr reinpasst. Da muss ich mir echt was überlegen!

Wieder zurück am Haus, waren Johnny und Bianca auch von der Arbeit zurück. Zum Abendessen fuhren wir deshalb in den Tumbulgum Pub, ein cooles Lokal mit Live-Musik und toller Aussicht auf den Sonnenuntergang nicht weit entfernt. Ein schöner Tag in einer wirklich schönen Gegend.

 

Ab dem 05.05. hatte ich kurzfristig einen mehrtägigen Ausflug geplant, auf den ich mich aber schon lange gefreut hatte. Eine Cool Dingo 3 Days 2 Nights Tour auf Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt! Erstmal musste ich aber hinkommen, denn die Insel und der Hafen auf dem Festland, von dem man übersetzt, ist eine 5-stündige Autofahrt von Biancas Haus entfernt. Also ab ins Auto. Ich war ca. 15 Uhr in Hervey Bay, wo ich ein sehr nettes Motel (Shelly Beach Motel) gebucht hatte. Am Strand von Hervey Bay verbrachte ich auch den restlichen Tag bzw. Abend. Ganz gemütlich, da es ja am nächsten Tag früh losgehen sollte.

 

Am Freitag (06.05.) wurde ich gleich morgens von meinem Motel abgeholt. Ich wurde zur Fähre nach Fraser Island gebracht. Die Überfahrt dauerte nur etwa 45 Minuten. Dann war ich angekommen auf der größten Sandinsel der Welt. Sie besteht komplett aus Sand und es gibt dort einige Highlights zu bewundern, die ich in den nächsten Tagen sehen sollte! Dort angekommen lernte ich auch sofort meinen Guide für die nächsten 3 Tage (Scott) und meine Mitreisenden kennen. Allesamt supercool und sehr nett! Der Großteil unserer 26-köpfigen Gruppe (Alter zwischen 18 - 35) kam aus England, aber ein paar Deutsche, eine Kanadierin und 3 Franzosen waren auch dabei.

Wir bestiegen zunächst die „Flying Banana“ wie Scott unseren Bus liebevoll nannte. Warum der Bus so genannt wird, sollten wir schnell erfahren. Auf Fraser Island gibt es nur unbefestigte Sandpisten, auf denen der Bus hin und her hüpfte (Wir natürlich auch!). Sitzt man sehr weit hinten im Bus, was ich tat, so sind die Fahrten ein reines Abenteuer und man muss dauerhaft angeschnallt bleiben, weil man sonst an die Decke stoßen würde oder sich ernsthaft verletzen würde.

The Flying Banana Sandpisten auf Fraser Guide Nico driving Presyla Guide Scott

Die erste Fahrt ging durch den auf dem Sand gewachsenen Regenwald zum Lake McKenzie. Ein sehr berühmter Süßwassersee. Er ist deshalb berühmt, weil das Wasser unglaublich klar und der Sand unglaublich weiß und fein ist. Man kann angeblich seinen Schmuck damit aufpolieren! Am See machten wir eine 90-minütige Pause. Hier wäre ich gern noch länger geblieben, denn der See ist wirklich wahnsinnig klar und der Strand einfach toll zum relaxen!

Lake McKenzie

Aber wir mussten ja noch weitere Spots ansteuern. Also ab in die Flying Banana und weiter durchschütteln lassen. Was ein Spaß. Der nächste Spot war Lake Basin. Ein etwas kleinerer, ebenfalls sehr klarer Süßwassersee. Hier blieben wir nur kurz denn es ging direkt weiter zur Central Station von Fraser Island. Ein bisschen Geschichte musste ja auch sein, denn die Central Station war der zentrale Umschlagplatz für das früher auf Fraser gefällte Holz, was von hier anschließend abtransportiert wurde. Es ist kein Bahnhof wie man meinen könnte, sondern eher eine Ansammlung von Hütten. Hier machten wir einen Spaziergang durch den Regenwald an einem kleinen, super klaren Süßwasserfluß entlang. Unser Guide stoppte direkt neben einem kleinen unauffälligen Spinnennetz und erzählte uns, dass dies von der giftigsten Spinne der Welt ist! Wir sprangen direkt einen Meter zurück. Aber er gab Entwarnung, denn die Tiere sind meist nachtaktiv und auch sehr scheu. Also alles halb so wild was giftige Tiere angeht hier in Australien! Trotzdem ein bisschen gruselig!

Den Sonnenuntergang schauten wir uns am Strand am King Fisher Bay Resort an.

Das Resort war gleichzeitig unsere Nachtunterkunft auf Fraser, wobei wir nicht mit den Hotelgästen schliefen, sondern in eher schlichten Blechhütten in 4-Mann-Dorms. Die Hütten hatten aber alles was nötig war, inklusive Duschen, Toiletten und einem Kühlschrank. Meiner Meinung nach viel besser als in Zelten zu schlafen, was auf vielen anderen Touren angeboten wurde.

 

Am nächsten Tag (07.05.) starteten wir recht früh um 8:00 Uhr und fuhren mit der „Banana“ über den Oststrand der Insel (75-Mile Beach) bis zu den Champagne Pools im Norden der Insel. Der Strand ist eine offizielle australische Straße und es gibt sogar eine Polizeistation. Man fährt einfach direkt auf dem Sand. Viele Kilometer weit. Zudem wird er auch als Start- und Landebahn für Kleinflugzeuge missbraucht. In den Champagne Pools (von Meerwasser gespeiste Naturpools) gab es erstmal eine Abkühlung ehe es weiter ging zum Indian Heads. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die umliegenden Strände.

Champagne Pools Indians Heads

Danach ging es über den Strand wieder zurück und wir hielten bei einem alten Schiffswrack.

Shipwreck

Am Nachmittag machten wir dann eine sehr schöne Erholungspause am Eli Creek. Dies ist ein kleiner wieder super klarer Süßwasserbach, der im Meer endet. Wir hatten aufblasbare Reifen dabei und so konnten wir uns 300 Meter weit den Bach hinunter bis zum Strand treiben lassen. Am Strand spielten wir eine ziemlich witzige Runde Volleyball bevor es zurück zum Resort ging.

 

Am letzten Tag unserer Tour (08.05.) schrumpfte unsere Gruppe auf 15 Leute, da einige nur eine 2-Tagestour gebucht hatten. Deshalb wechselten wir auch den Bus „Presyla“. Dieser war etwas älter als die „Flying Banana“, komplett Pink (!) und wir flogen noch mehr durch die Gegend als vorher schon. Der 3. Tag war aber insgesamt etwas ruhiger.

Presyla

Morgens machten wir wieder einen Abstecher an den Lake Birrabeen. Dies ist erneut ein Süßwassersee. Wir hatten Stand up Pattle Boards dabei und konnten deswegen ein bisschen auf dem See rumschippern und relaxen.

Nachmittags ging es noch zur „Kirrar Sandblow“ – eine von vielen riesigen Sanddünen auf Fraser. Obwohl es nicht erlaubt ist, hatte unser Guide Scott Sandboards mitgebracht und wir durften die Sanddünen hinuntersausen. Ich probierte es auch einmal im Stehen, wodurch ich einen wunderschönen Waschgang im feinkörnigen Sand bekam. Na wenigstens bekam ich Szenenapplaus...

Kirrar Sandblow

Anschließend brachte uns Scott zurück zur Fähre und verabschiedete sich von uns. Auf der Fähre genossen wir noch den Sonnenuntergang. Da ich keine Unterkunft in Hervey Bay gebucht hatte und auch noch einen Teil des Rückweges meistern wollte, fuhr ich an diesem Abend noch 4 Stunden bis 23:00 Uhr zurück bis Brisbane, wo ich im Toowong Central Motel übernachtete. Anstrengend! Aber ich war sehr guter Laune aufgrund der tollen Tour und auch noch sehr fit, so dass das Fahren ohne Probleme hinhaute.

 

Das Motel hatte ich nicht ohne Grund ausgesucht, denn am nächsten Morgen (09.05.) wollte ich früh zur Lone Pine Koala Sanctuary – Eine Aufzucht- und Schutzstation für Koalas. Auch andere australische Tiere kann man hier bewundern. So konnte ich nicht nur "Spoon" (einen Koala) auf den Arm nehmen, sondern auch in einen Känguru-Streichelzoo. Die (Kanga-)Roos sind total lieb und man kann sie streicheln und füttern und die Koalas sind einfach nur zum Knuddeln! Zudem gab es eine Raubvogel-Show und ich konnte die giftigste Schlange der Welt, die „Western-Taipan“, bewundern. Diese fasste ich ausnahmsweise mal nicht an ;-) Sie ist so giftig, dass man angeblich nur noch 28 Minuten Zeit hat um sich von Freunden und Familie zu verabschieden (Das hatte Scott auf Fraser erzählt).

Zuletzt konnte ich, was mir auf Fraser Island vergönnt blieb, obwohl es dort angeblich so viele gibt, einige Dingos (eine Art Wildhunde) beobachten.

Nico & Spoon Nico & The Roos Dingo Ganz schön weit weg von Zu Hause!

Anschließend fuhr ich zurück zu Bianca, wo ich mir nachmittags noch die etwas südlicheren Strände rund um Fingal Heads und Kingscliff anschaute. Abends gab es eine sehr leckere Gemüse-Nudel-Pfanne von Johnny und ich berichtete Bianca und Johnny noch ein bisschen von meinen Erlebnissen auf Fraser.

 

Die Abenteuer auf Fraser Island werden mir auf jeden Fall sehr im Gedächtnis bleiben. Natürlich aufgrund der tollen Orte, die wir bewundern durften, aber vor allem auch aufgrund der tollen Mitreisenden und unserem supercoolen Guide Scott und den Geschichten, die ich zusammen mit ihnen erleben durfte. So versuchten 10 Mitreisende mir und 5 Anderen mehr oder weniger erfolgreich ein (Trink-)Spiel am ersten Abend namens „Ring of Fire“ beizubringen, worauf wir am 2. Tag leicht angeschlagen zum Bus kamen.

Als wir vom Schiffswrack am 2. Tag wegfuhren, positionierte sich gerade eine Hochzeitsgesellschaft vor ihren Autos vor dem Schiffswrack um Fotos zu machen. Daraufhin fuhr Scott auf Zurufen vom gesamten Bus direkt vor die Leute und crashte das Foto-Shooting. Scott kommentierte es trocken mit: „They should not park in front of my shipwreck on my island“. Die Gesellschaft nahm es mit Humor und wir winkten zum Abschied. Auf jeden Fall haben sie nun ein ziemlich lustiges Hochzeitsfoto!

Am gleichen Tag legte Scott am Eli Creek eine doppelte Extrarunde hin, weil ein Mädchen vergessen hatte Fotos zu machen. Zunächst drehte er extra den Bus für sie und weil das noch nicht für ein perfektes Foto ausreichte, fuhr er kurzerhand direkt in den kleinen Bach, so dass sie ein perfektes Motiv bekam.

Auf dem Heimweg am 2. Tag legte Scott im Bus zudem spontan nacheinander die Spice Girls, Backstreet Boys, Oasis und S Club 7 auf, worauf sich der komplette Bus in eine 90-Jahre Party verwandelte. Sämtliche Insassen gröhlten die Lieder daraufhin lauthals mit. Am steilsten Teilstück des Weges schaltete Scott dann zusätzlich das komplette Licht inklusive Abblendlicht aus, so dass wir in völliger Dunkelheit die schmale Sandpiste den Berg hochruckelten. Er scheint auf der Insel wirklich jeden Winkel zu kennen, sonst hätte das auf jeden Fall in einem Baum oder mit einem liegenden Bus geendet. Es war stockduster!!!! Diese Erlebnisse werde ich wirklich so schnell nicht vergessen!


Sydney's beautiful sites

Montag, 02.05.2016

Auch die restlichen Tage in Sydney lief mein Motor längst nicht auf 100%, aber das war ok. Ich hatte aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme sowieso bereits 2 Tage verlängert und die weitere Planung der Reise auch etwas angepasst. Dazu aber später mehr.


Am Sonntag (01.05.), weiterhin nicht ganz fit aber immerhin einsatzbereit, fuhr ich zunächst mit einer der Fähren vom Circular Quay nach Watsons Bay. Es macht wirklich Spaß einfach, anstatt in einen öden Bus, in eine Fähre einzusteigen und sich auf dem Wasserweg zu seinem Ziel zu begeben. Ist auf jeden Fall ein Highlight von Sydney. Watsons Bay ist ein schönes Naherholungsgebiet (näher und ruhiger als Manly). Es gibt einen Strand mit toller Aussicht auf die Skyline von Sydney und nur wenige 100 Meter hinter einer Parkanlage kann man die Klippen direkt am Pazifik bewundern.

Skyline von Watsons Bay Klippen am Watsons Bay

Den Strand und die Klippen schaute ich mir kurz an, da ich aber noch einiges vorhatte und weiterhin noch nicht so gut zu Fuß war, sparte ich mir weitere Wege und setzte mich diesmal (leider nur) in den Bus zu meinem nächsten Ziel. Ich ahnte bereits, dass es noch mehr in Watsons Bay zu sehen geben würde, z.B. der Weg zum Leuchtturm, was mir Maren auch später bestätigte. Allerdings hatte ich ja noch anderes vor, also ließ ich das aus.


Das nächste Ziel: Wiedermal weltberühmt: Bondi-Beach! Der Surferstrand von Sydney! Hier tummeln sich die Surfer (vor allem am Sonntag nachmittag) und Sonnenanbeter von Sydney. Der Strand ist wirklich schön groß und breit. Mir hat der Beach sehr gefallen, auch wenn er von den Medien zu mehr hochstilisiert als er eigentlich ist: Einfach ein schöner großer Stadtstrand!

Bondi Beach
Von hier aus hatte ich mir einen ordentlichen Marsch vorgenommen. Es gibt hier den sogenannten Bondi to Coogee Walk. Dieser führt immer an der Küste entlang vom Bondi Beach bis zum Coogee Beach. Ich glaube so etwa 6 Kilometer lang durch die schöne Klippenlandschaft, immer wieder unterbrochen von kleinen Stränden oder Buchten. Also ging ich los und war direkt begeistert. Ein richtig schöner Spaziergang, vorbei an kleinen Buchten, kleineren Stränden und einer Boule-Anlage! Ja Papa! Hier gibt es eine Boule-Anlage, aber nicht wie bei uns mit einer Bahn, sondern mit ca. 30 Bahnen! Allesamt perfekt vorbereitet. Gespielt wurde nur auf einer einzigen. 

Auch schön waren die Häuser, die bis nah an die Klippen gebaut waren. Vermutlich nicht die ärmste Wohngegend von Sydney. Interessant sind auch die kleinen Naturschwimmbäder meist direkt neben den Stränden und vom Meerwasser gespeist. Es gibt wohl einen Grund für diese Bäder. Es ist ja nicht ganz ungefährlich in Australien ins Wasser zu gehen: Es gibt Strömungen, Haie, Quallen etc. Deshalb gibt es diese Bäder, in denen das Schwimmen sehr unbedenklich ist. An den meisten Stränden, die ich gesehen habe, war aber Baden erlaubt und es wurde auch ausgiebig genutzt, vermutlich weil ich mal wieder gutes Wetter mitgebracht hatte ;-). Ich beließ es aber selbst beim Chillen am Strand, was meiner Gesundheit vermutlich besser zu Gute kam. Alles in Allem hat mir dieser Walk wirklich außerordentlich gut gefallen: Es gab immer wieder Neues zu entdecken und die Strände waren nicht überfüllt.

Boule Anlage Coogee Beach
Am Abend traf ich mich noch einmal mit Maren zum Thai-Essen, bevor wir uns verabschiedeten, da wir uns danach nicht mehr sehen würden. Vielen Dank nochmal für die Tips und das Zeigen der Stadt.

Thai Essen


Am Dienstag (02.05.) klingelte der Wecker bereits um kurz nach 7:00. Ich wollte früh los um in die Blue Mountains zu fahren. Die Blue Mountains sind eine Gebirgskette westlich von Sydney und man kann sie perfekt mit dem Zug von Sydney innerhalb von 2 Stunden erreichen.

In Katoomba (mein Einstiegsort in die Blue Mountains) angekommen, startete ich den Prince Henry Cliff Walk von den Katoomba Falls aus. Ausnahmsweise war das Wetter mal wieder hervorragend. Die Aussicht von diesem Walk sollte laut vielen Kritiken im Internet besonders gut sein, und vor allem auf dem ersten Teilstück bis zum Echo Point bekommt man tolle Ausblicke auf die Landschaft zu sehen. Am Echo Point angekommen, wird es wieder mal voll. Hier sammeln sich die Touristen. Nicht nur weil es ein guter Aussichtspunkt ist, sondern weil nebenan die berühmten Three Sisters stehen. Dies sind nicht die 3 Jacob Sisters, die dort Autogramme geben, Nein. Es sind 3 Felsformationen, die diesen Namen tragen. Sehr schön anzugucken, vor allem auch durch den Weitblick im Hintergrund in die Blue Mountains.

Blue Mountains Nico & Die 3 Sisters Direkt auf den 3 Sisters
Der 2. Teil des Prince Henry Cliff Walks hat noch diverse Aussichtsplattformen und ich ging im Gegensatz zu vielen Touristen auch weiter. Das kam mir mal wieder sehr gelegen. So schön ruhig und friedlich! Auf dem 2. Abschnitt traf ich maximal auf 20 andere Leute, so dass ich die Blue Mountains wirklich in Ruhe genießen konnte. Ganz am Ende nach ca. 3 Stunden Fußmarsch (mit Pausen an den Aussichtspunkten) kommt man zu den Leura Cascades: Einem kaskardenförmigen Wasserfall. Auch recht schön anzugucken.


Das reichte für mich dann auch wieder an diesem Tag und ich trat die 2-stündige Heimreise von Leura per Zug an. Ich kam nochmal ordentlich in Schwitzen, da ich keine Lust hatte eine Stunde auf den Zug zu warten. So musste ich mich nochmal voll ins Zeug legen um den in dieser Stunde abfahrenden zu bekommen. Klappte aber!


Wieder in Sydney angekommen, holte ich mir chinesisches Abendessen. Spontan blieb ich dabei bei 2 Straßenkünstlern direkt an der Central Station stehen. Ich hatte bereits an den Vorabenden hier immer wieder gute Sänger oder Gitarristen gesehen, aber diesen Abend waren die Künstler doch ne wirkliche Wucht. Die Frau hatte eine unglaubliche Stimme und der Gitarrist war richtig gut (zumindest in meinen laienhaften Augen). Ich quatschte sogar ein bisschen mit ihnen. Es stellte sich heraus, dass sie das zum ersten Mal machten und auch nur, weil sie Bock drauf hatten, nicht unbedingt um viel dabei zu verdienen. Ich gab trotzdem etwas, weil sie mir wirklich gut gefielen. Es war kein Vergleich mit Straßenkünstlern wie man sie in Deutschland kennt. Für mich hätten die ohne Probleme auch größere Bühnen Füllen können!


Da es in Australien ja eine wirkliche Dauerrivalität der beiden Städte Sydney und Melbourne gibt, hier auch mein Fazit zu dem Thema: Auch wenn viele Backpacker mir vorher sagten, dass Melbourne ja viel schöner wäre mit den kleinen Cafes und Restaurants und Sydney ja viel zu touristisch, kann ich mich dieser Meinung mal wieder nicht anschließen. Es liegt vielleicht daran, dass man in Sydney viel mehr mit dem Wasser in Berührung kommt, sei es durch die Fährfahrten oder durch die vielen Strände und das liegt mir ja bekanntlich. Auf jeden Fall favorisiere ich Sydney doch irgendwie mehr, auch von der Skyline macht sie mehr her meiner Meinung nach. Und es ist wärmer als in Melbourne. Aber im Endeffekt muss das jeder für sich entscheiden, beide Städte sind sehr schön und sehr lebenswert in meinen Augen.

Abends an diesem letzten Tag in Sydney packte ich dann nur noch meine Sachen, da es morgens weitergehen würde zur nächsten Station.


Die 8. Station

Da ich ja noch angeschlagen bin und keine Lust hatte mit Druck auf den Ohren zu fliegen, plante ich spontan um. Ich reservierte mir einen Mietwagen und werde am 03.05. von Sydney nach Terranora starten. Hier wohnt Bianca – Meine ehemalige Arbeitskollegin. Freundlicherweiser gewährt sie mir Unterschlupf für ein paar Tage ;-). Ich weiß noch nicht genau ob ich die Strecke in ein oder 2 Tagen fahre. Das entscheide ich spontan nach Lust und Laune. Es herrscht ja auch Linksverkehr in Australien und das wollte ich natürlich unbedingt ausprobieren. Ich freue mich total auf das Autofahren.