Übersichtskarte

Finally home again - With something to think about

Freitag, 08.09.2017

Ich bin inzwischen wieder heile zu Hause angekommen. Aber der Reihe nach. Die letzten 2,5 Tage meiner Mittelmeer-Tour waren herrlich zum Entspannen. Das kleine Dorf Sigri wurde mir immer sympathischer und blieb es auch bis zum Schluß. Ich hab es richtig ins Herz geschlossen.

Der Wind war in den letzten Tagen leider nicht mehr so stark wie in den ersten Tagen, aber dennoch bin ich beim Surfen noch ein paar mal ins Gleiten gekommen. Alles in Allem habe ich in der Woche an meiner Technik Einiges verbessern können.

Halsentechnik

Ich habe das Surfcamp sehr genossen. Den letzten Abend verbrachte ich mit Anna und Kathlin und einer guten Flasche Wein, die ich von der Besitzerin meines Apartments geschenkt bekommen hatte. Sehr nett! Die beiden Mädels hatte ich im Surfcenter kennengelernt. Sie waren mit mir am letzten Tag die einzigen Surfgäste, da Gisela bereits abgereist war. Wir gingen ein bisschen an den Strand und hatten einen schönen letzten Abend.

Am 6.9. fuhr ich dann, nachdem ich mich von Marcel, Martina und Jan vom Surfcenter verabschiedet hatte, zurück nach Mytilini und bestieg dort abends die Fähre nach Athen.

Mytilini & Hafen

Und hier kam ich nochmals ordentlich ins Grübeln. Am Hafen wimmelte es von Zollbeamten, Personenkontrollen wurden durchgeführt und LKWs durchsucht. Mir wurde bewusst, wo ich gerade stand und das hatte es in sich. Mir lief es eiskalt den Rücken herunter. An dieser Stelle sind seit 2015 die meisten Flüchtlinge in die EU eingereist. Hier spielten sich die Dramen um die untergehenden Flüchtlingsboote ab. In Hochzeiten kamen bis zu 30.000 Flüchtlinge in der Woche hier an. Seit dem Abkommen mit der Türkei hat sich dies aber extrem beruhigt. Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich keine Flüchtlinge gesehen hatte auf der Hinreise. Die wenigen Flüchtlinge, die auf Lesbos nun noch ankommen, dürfen nicht mehr weiterreisen. In aller Regel werden sie aber bereits in Türkei gestoppt. Sie verbleiben, wenn sie es bis nach Lesbos schaffen, in einem Wartelager in Moria auf der Insel und erst wenn ihrem Asylantrag zugestimmt wird, dürfen sie weiter reisen, andernfalls werden sie zurück in die Türkei gebracht.  

Und vereinzelt betraten tatsächlich wenige glückliche und aufgeregte Flüchtlinge das Schiff. Es waren hauptsächlich Familien mit kleinen Kindern aber auch viele einzelne junge Männer, die mit mir die Fähre bestiegen. Viele gingen ans Ende des Schiffs, wo ich auch begriff, warum sie sich so freuten. Viele machten Selfies mit der Türkei im Hintergrund. Ihrem Asylantrag wurde zugestimmt. Sie dürfen also weiterreisen, deshalb die Freude. Sie hoffen nun auf ein besseres und vor allem „sicheres“ Leben in Europa. Ich wünsche ihnen, dass sie den Frieden bekommen, den sie sich hier erhoffen. Das war nochmal harter Stoff für den letzten Tag meiner Reise.

Ich weiß nicht, ob wir mit den jetzigen Regeln alles richtig machen und kann das auch gar nicht recht beurteilen, aber eins weiß ich: Einen Ort wie Lesbos aus dem Gedächtnis zu streichen, die Augen verschließen und so zu tun als gäbe es ihn nicht ist falsch! Vor allem wünsche ich den Bewohnern, dass wieder mehr Touristen kommen, denn Lesbos ist wirklich schön zum Urlaub machen und die Bewohner sind mit denen auf Fiji so ziemlich das Freundlichste was ich je erlebt habe. Zudem ist es sehr günstig hier und bis auf die vielen Zollbeamten am Hafen und die vereinzelten Flüchtlinge auf der Fähre herrscht wieder absolut Normalzustand. Also definitiv eine Reise wert und preislich gesehen sogar ein absoluter Geheimtipp.

Ansonsten verlief die Rückfahrt auf der Fähre nach Athen und der anschließende Flug nach Düsseldorf ruhig.

Ich bin nun wieder zu Hause und dass, was ich mir von dieser Reise erhofft habe, ist eingetreten. Ich habe wieder mehr zu mir selbst gefunden und durfte tolle Orte und Leute kennenlernen. Die Leichtigkeit ist ein Stück weit zurückgekehrt. Mal schauen wie lange es diesmal hält. Ich konnte mein Tempo gehen, was mal extrem schnell und mal extrem langsam sein kann. Herrlich!

Rom und Athen - Die beiden Städte wollte ich schon sehr lange besichtigen und es ging ein Traum in Erfüllung. Besonders Collosseum und Akropolis haben mich sehr beeindruckt. Es war schön abends im Sonnenuntergang an diesen Monumenten zu sitzen und einfach den Ausblick zu genießen. Gelernt über die europäische Kultur habe ich auch eine ganze Menge. Die Pompeji-Tour war zum Beispiel wahnsinnig interessant.

St. Tropez - Unsere Revival-Tour war wie jedes Jahr einfach unglaublich witzig und dieses Jahr auch noch in einer Hammer coolen Location. Mal schauen wo es uns nächste Jahr hinverschlägt. Ich freue mich auf jeden Fall schon drauf.

Sigri - Das kleine griechische Fischerdorf mitten im Nirgendwo. Hier habe ich mich sauwohl gefühlt und es mag sogar sein, dass ich irgendwann zurück komme, da die Surfbedingungen auch unglaublich gut sind und vor allem nicht touristisch überlaufen. Hier kann man wirklich Ruhe und Frieden finden. Zudem freue ich mich, dass ich den netten Menschen auf Lesbos zumindest ein bisschen helfen konnte wieder zurück in ein normales Leben zu kommen (nach Flüchtlingskrise und zusätzlich noch einem Erdbeben dieses Jahr).

Ich konnte an allen Orten sehr viel Sonne tanken und hatte eigentlich nicht einen Regentag dabei.

"Reisen macht dich reich - ganz egal was es kostet!" - Erneut kann ich den Satz voll und ganz unterschreiben!

Enjoy Life

Nico

Middle of Nowhere - Sigri

Sonntag, 03.09.2017

Den 29.8. verbrachte ich tagsüber noch in Athen. Hauptsächlich schlief ich aus und chillte im Nationalgarten hinter dem Nationalparlament. Wie geplant betrat ich dann am Abend des 29.8. die Fähre, die mich nach Mytilene auf Lesbos bringen sollte. Die Effektivität, die beim Einsteigen/ Einfahren der Autos an den Tag gelegt wurde, ließ mich schmunzeln. In Deutschland hätte es vermutlich eine Wartespur für Personen, die einsteigen, eine weitere Spur für Aussteigende und das gleiche auch für die Autos gegeben. Nicht so in Athen. 2 stets bemühte Ordner mit ihren Trillerpfeifen ließen zwar erst die Leute und Autos von der Fähre, aber das war es dann auch an Planung. Die zum Einstieg wartenden Personen standen sowohl denen, die aussteigen wollten als auch den einfahrenden Autos und LKWs absolut im Weg. Mit anderen Worten: Das völlige Chaos. Aber das legte sich als ich auf der Fähre war.

Hier war alles gut organisiert. Ich bekam sofort eine Kabine mit Bad, wie ich gebucht hatte. So konnte ich auf der Nachtfahrt ein bisschen schlafen, wobei das nicht so gut hingehauen hat, da wir sehr viel Wind hatten und dementsprechend viel Seegang. Zudem gab es 2 Zwischenstationen, die auch bei Nacht über die Lautsprecher durchgesagt wurden, so dass man unweigerlich wach wurde. Naja, ein paar Stunden dösen sollten reichen. Es war aber schön aus dem abendlichen Athen auszulaufen und die Lichter der Stadt vom Meer aus zu sehen. Die Akropolis konnte man auch in weiter Ferne erkennen. Sehr schön. Alles in allem mal eine willkommene Abwechslung anstatt einen Flug zu buchen.

Am nächsten Morgen kam ich etwas übermüdet auf Lesbos in Mytilene an. Es sollte jemand mit einem Schild auf mich warten, so dass ich meinen Mietwagen bekomme. Es wartete natürlich niemand. Ich hatte mir aber die Nummer geben lassen und rief dort an. Nachdem sie mich zu ihrem Büro gelotst hatten, stellte sich heraus, dass sie mich trotz Buchungsbestätigung nicht auf ihrer Liste hatten. Und Autos wären auch nicht mehr da. War ja mal wieder klar. Nach einigen Minuten organisierten sie mir aber doch noch einen kleinen blauen Hyundai und nach der professionellen Scheibenreinigung mit Zeitungspapier konnte es losgehen. Trotz allem muss ich sagen, dass mich die Mitarbeiterin unglaublich herzlich betreut hat. Sie hat mir sogar die Insel komplett erklärt und was es für Sehenswürdigkeiten gibt und obendrein auch noch ihre Handynummer gegeben, um mich bei Problemen melden zu können. Das ist Kundenservice und das am letzten Zipfel Griechenlands. Sehr sehr freundlich und persönlicher Service, dachte ich.

Das gleiche passierte mir im Übrigen auch in der nebenliegenden Apotheke, wo ich Sonnencreme kaufte. Der nette Apotheker nahm sich unheimlich viel Zeit mir zu erklären, warum er lieber diese statt der Standard-Nivea-Creme empfehle (obwohl billiger!). Auch er gab mir seine Handynummer mit, falls ich Probleme hätte oder sonst etwas bräuchte.

 

Und RUMPS! Nach 2 Stunden Fahrt durch eine karge aber interessante Landschaft mit vielen Bergen stand ich auf einmal mitten im Nirgendwo – Sigri. Es wird auch „the most remote tourist destination in Greece“ genannt. Das genaue Gegenteil von meinen vorigen Stationen. So hatte ich das geplant, nach der ganzen Kultur-Großstadt-Action, jetzt Erholung am Meer und Sport.

Sigri links, Surf Station rechts, mittig der Surfbereich Sigri vom Strand aus

Dass ich tatsächlich mitten im Nirgendwo war, wurde mir bei der 2. Runde durch den 300-Seelen-Ort bei der Suche meines Apartments klar. Kein Schild und nichts wies darauf hin. Bei der 3. Runde reichte es mir und ich fragte in einem Lokal nach. 

Und wieder - Statt unaufgeschlossenen Einheimischen, die mit Fremden nicht viel zu tun haben wollen, bekam ich das genaue Gegenteil zu Gesicht. Die Männer, die ich gefragt hatte, konnten es mir nicht genau erklären. Sie gingen aber nach hinten und holten eine alte Dame, die mich doch tatsächlich durch den gesamten Ort bis zum Apartment begleitete. Unglaublich wie herzlich und unendlich freundlich! Sie verabschiedete sich sogar auf englisch mit „You are very welcome“! Das gefiel mir sehr und ich glaube das war ernst gemeint, da die Touristen auch im Moment noch zum Großteil ausbleiben. Nur zur Info: Ich habe keinen einzigen Flüchtling getroffen auf dem Weg! Ich war sogar etwas irritiert, da ich es in Rom und Athen meist mit nicht sonderlich freundlichen bzw. sogar mürrischen Menschen zu tun hatte. Aber hier ist es herrlich, freundlich, einfach, unkompliziert! Ein kleines traditionelles griechisches Dorf eben.

Nachdem ich es mir in meinem kleinen und sehr einfachen Apartment mit kleiner Kochnische und Bad und vor allem Wahnsinnsausblick aufs Meer zurecht gemacht hatte, fuhr ich noch zum Sigri Surf Center.

Ausblick von meinem Appartment auf den StrandSigri von der Surfstation aus Downtown Sigri vom Hafen aus

Der Wind war so gut, dass es mich nicht mehr hielt und ich bereits einen Tag früher als geplant aufs Brett kam. Nach anfänglichen Schwierigkeiten klappte es aber für das erste Mal seit 2 Jahren wieder recht gut. Sogar Wasserstart klappte 2-3 Mal. Aufgrund des wenigen Schlafes, war ich aber schnell platt.

Abends genoss ich bei selbstgekochtem Essen (endlich wieder!) den Sonnenuntergang von meinem Balkon mit direktem Meerblick. Sensationell, ich konnte sogar einige Fischer in ihren winzigen Böötchen beim abendlichen Rausfahren beobachten ohne Verkehrslärm im Hintergrund. Nur das Rauschen des Meeres! Wow, so hatte ich mir das gewünscht! Zufrieden und glücklich viel ich erschöpft ins Bett.

Die nächsten Tage fand mein Surfcamp statt. Mein Lehrer Jan war ein richtig cooler Typ, studiert Medizin und macht den Surflehrer nebenbei in den Semesterferien, wenn er kann.

Das Camp ist super gechillt, vor allem auch weil wir nur 2 Teilnehmer sind: Gisela, eine etwas ältere Dame, die ungefähr auf meinem Niveau surft, und ich. So ist das Training sehr effektiv und Jan kann gut auf uns eingehen. Meist lief es so, dass er uns die Übungen erst trocken am Simulator gezeigt hat und wir dann versucht haben das Ganze im Wasser umzusetzen. Ich glaube Fortschritte sind deutlich erkennbar bei mir. Vor allem das Üben der Technik bei wenig Wind hat mir vermutlich sehr viel gebracht, wobei mir das Gleiten bei Starkwind natürlich besser gefiel.

Das Surf-Center ist sehr schön aufgemacht und die Besitzer Marcel und seine Frau Martina sehr nett. Man fühlt sich wie bei Freunden. So gingen wir auch alle zusammen Freitags abends in einem Restaurant im Dorf Chicken essen.

Die ersten beiden Tage war der Wind sehr gut vor allem zum Heizen, an den nächsten beiden eher weniger, aber dafür haben wir dort sehr viel Technik geübt, so dass ich mich bei Manövern deutlich verbessern konnte. Das war sehr gut.

In Action

Am Sonntag dem 3.8. war so wenig Wind, dass es sich nicht lohnte aufs Wasser zu gehen. Deshalb fuhr ich in das etwas touristischere Skala Erresos. Ebenfalls ein kleiner Küstenort, der berühmt ist unter den Hippies und Lesben und auch sonst deutlich mehr Touristen anzieht. Mir gefällt Sigri aber um Längen besser, weil es wirklich noch ein authentisches Fischerdörfchen ist mit wirklich sehr wenig Touristen und sehr viel Charme. Vor allem abends ist es so wunderbar ruhig und friedlich.

Abends am Strand von Sigri

Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass man auch hier die andere Seite von Griechenland sehen kann. Es zeigt sich zum Teil natürlich auch hier, dass es den Griechen nicht wirklich gut geht, da gibt es nichts zu beschönigen (siehe Foto).

Das andere Griechenland

Trotzdem würde ich Sigri als absoluten Geheimtip nennen, wenn man Ruhe und Frieden im Urlaub sucht und auf gute und günstige Küche mit viel frischem Fisch Wert legt. Zudem hat es sogar 3 touristische Highlights: Eine alte Burg/Festung, die allerdings gesperrt ist (wegen Einbruchgefahr), einen sichelförmigen Sandstrand mit Duschen und kleinem Volleyballfeld und ein recht neues Museum über den "versteinerten Wald" (Unesco Weltkulturerbe). Man grüßt sich hier außerdem auf der Strasse (selbst ich werde nach ein paar Tagen schon erkannt von den Einheimischen) und Diebstahl gibt es wohl auch kaum, weil die Besucherzahl doch sehr überschaubar ist. 

Sigris Burg/Festung

Nachdem ich Skala Eressos also besichtigt hatte, fuhr ich auf dem Rückweg noch an einem Kloster in der Nähe vorbei, dass auf einem sehr hohen Berg liegt. Von da hatte ich einen super Rundumblick. Das Kloster wird wohl tatsächlich sogar noch bewirtschaftet. Es hatte eine kleine aber recht pompöse Kapelle und man traf auch auf Mönche.

Ausblick vom Kloster auf die karge Landschaft

Zuletzt fuhr ich noch auf einer nicht ganz einfach zu befahrenden Schotterpiste noch tiefer ins Nirgendwo als ich eh schon war – Zum Tsichlionta Beach. Hier entspannte ich am Nachmittag bzw. Abend. An dem schönen breiten Strand waren ca. 6 andere Besucher.

Ein Teil der schwierig zu befahrenden Schotterpiste

Lustigerweise traf ich hier (wirklich mitten im Niemandsland) ein norwegisches älteres super nettes Päärchen, die im Nebenappartment direkt neben meinem wohnen. Sie waren an den Vorabenden während wir auf dem Balkon saßen schon immer sehr nett und ich unterhielt mich gerne und viel mit ihnen.

Jetzt bleiben mir noch 2,5 Tage und ich hoffe auf viel Wind in den letzten Tagen. Anschließend werde ich leider schon meine Heimreise antreten müssen. Es geht erneut mit der Nachtfähre nach Athen und dann direkt mit dem Flugzeug zurück nach Düsseldorf.

Athen und die weltberühmte Akropolis

Montag, 28.08.2017

Am 25.8. ging es also nach Athen. Auf dem Flug von Rom dorthin hatte ich eine sehr interessante Sitznachbarin. Ich wunderte mich schon warum sie ständig mit den Stewardessen sprach und sich Sachen wie Servietten, eine Decke, Wasser oder Sonstiges bringen ließ. Mir dämmerte etwas, denn die Dame war nicht wirklich besonders pflegebedürftig und stets sehr nett. Als sie dann ihren Aegean Airlines Block rausholte und anfing zu schreiben war es mir klar und ich quatschte ein bisschen mit ihr. Sie war eine Airline Testerin, die täglich überall in Europa die Qualität auf den Flügen von Aegean Airline prüft. Sehr interessant, aber kein Job für mich.

Ansonsten muss ich sagen, dass Aegean Airlines mich sehr positiv überrascht hat. Es gab tatsächlich ein kleines Mittagessen und Getränke (auch Alkoholische) umsonst, viel Platz und freundliches Personal. Vielleicht liegt der gute Service auch daran, dass sie Mitglied der Star Alliance sind, der auch die Lufthansa angehört. Ich denke um Mitglied sein zu können muss der Standard vermutlich hoch sein.

Angekommen in Athen fuhr ich zunächst zu meinem Hotel, dem Athens Centre Square Hotel. Wiedermal eine gute Wahl! Große, saubere Zimmer, relativ zentral aber nicht im Hochburg-Touristenviertel Plaka und auf dem Dach eine Rooftop Bar mit tollem Blick.

Abends erkundete ich noch die Gegend ein bisschen und aß erstmalig Souflaki-Spieße. Das erste Mal, dass ich die Akropolis (den alles überragenden weltberühmten Hügel mit den Tempelanlagen in Athen) sehen durfte, war auf dem Monastiraki Platz (der zentrale Platz mitten in der Innenstadt). Ich war absolut beeindruckt und sogar überwältigt. Ich stand 5 Minuten einfach nur da und schaute hoch. Einfach toll anzusehen.

Als ich wieder im Hotel war, ging ich noch hoch in die Rooftop-Hotelbar. Auch diese mag ich sehr. Es sind eigentlich nur ein paar Tische und Stühle und ein kleiner Ausschank auf dem Dach, aber der Ausblick auf Athen und vor allem die Akropolis ist wirklich atemberaubend für mich. Auch hier stand ich einfach nur da und schaute. Das ging sogar soweit, dass ich, als es komplett dunkel war und eigentlich schon im Bett lag, nochmal hochging um die Akropolis im Dunkeln anzusehen. Derjenige, der das Lichtkonzept ausgearbeitet hat, hat da für mich großartige Arbeit geleistet. Der Hügel, der sich über Athens Innenstadt erhebt und sie überstrahlt, sieht auch nachts, wenn er von unten angestrahlt wird, unglaublich schön aus. Ich kann verstehen, dass diese Stelle schon vor über 2000 Jahren eine besondere Stelle gewesen sein muss.

Am 26.8. startete ich meine eigentliche Erkundung der Stadt. Los ging es am Morgen natürlich mit dem Markenzeichen Athens: Der Akropolis. Clevererweise ging ich durch den Nebeneingang auf der Rückseite. Ich hatte nur 5 Leute vor mir am Eingang. Am Haupteingang sah das schon anders aus. Vor allem als ich die Akropolis wieder verließ waren die Schlangen schon wieder 100 Meter lang. Es zeigt sich immer wieder auf meinen Touren: Um Besichtigungen zu machen bietet sich vor allem der frühe Morgen kurz nach Öffnung an.

Zunächst schaute ich mir die Ruine des antiken Theaters des Dionysos am Südhang der Akropolis mit 17.000 Sitzplätzen an. Das wichtigste Theater der griechischen Antike ist über 2300 Jahre alt! Es gilt als die Geburtsstätte des Dramas. Zudem wurden dort ab 300 v.Chr. die Volksversammlungen abgehalten. Das war schon mal ein Highlight für mich! Warum das so war - siehe Pynx-Hügel später im Text.

Dionysos Theater Dionysos Theater von der Akropolis aus. Im Hintergrund das Akropolis Museum Dionysos-Theater Modell im Akropolis Museum

Andere Leute fanden das nicht so interessant und gingen lieber direkt zum Odeon des Herodes Atticus. Dieses ist noch deutlich besser erhalten und wirkt pompöser als das Dionysos-Theater. Es wird auch sogar noch benutzt. Es passen nur 5000 Leute hinein. Aber irgendwie gefiel mir das Dionysos-Theater besser, weil es ein äußerst historischer Ort ist und weil es mehr in die natürliche Umgebung eingepasst ist. Es liegt eingebettet in den Hang.

Odeon des Herodes Atticus

Dann war es soweit, durch die Propyläen (Stadttor) ging es in die bzw. auf die Akropolis, was, wie ich lernte, „Oberstadt“ bedeutet.

Propyläen: Eingang zur Akropolis Akropolis vom Nebeneingang

Dies ist der älteste Stadtteil Athens und ursprünglich im Prinzip eine Stadtfestung bzw. das kultische und politische Zentrum gewesen. Die Bauten hier sind ungefähr 2400 Jahre alt. Wahnsinn! Das beeindruckendste Bauwerk ist sicherlich der Parthenon, der Tempel für die Stadtgöttin Pallas Athena Parthenos. Dieser ist einigermaßen gut erhalten bzw. gut restauriert worden, so dass er ganz Athen überstrahlt. Die Aussicht von dort ist natürlich auf ganz Athen großartig.

Parthenon Parthenon Frontseite

Es finden dort oben seit Jahren umfangreiche Restaurationsarbeiten statt, so dass der ganze Hügel einer Baustelle gleicht. Aber trotzdem super interessant. Auch die anderen Ruinen wie das Erechtheion und den Nike-Tempel schaute ich mir dort an bevor ich wieder runterging. Es waren zwar viele Leute dort oben, aber wirklich voll war es nur bei den Propyläen, wie man auf dem Foto oben sieht. Ich schätze, wenn man später geht, sieht es oben auch anders aus.

Ich ging am Hauptausgang wieder hinaus und weil es gerade gut passte direkt auf den nebenliegenden Aeropag. Auf diesem Felsen tagte der oberste Rat von Athen, der zusammengesetzt aus dem Hochadel im Prinzip das oberste Gericht darstellte. Man hat eine super Sicht auf die Akropolis. Auch der Apostel Paulus soll hier gepredigt haben.

Aeropag Hügel von der Akropolis aus Ausblick auf die Akropolis vom Aeropag Felsen

Da ich gerade so gut beim Bergsteigen war, gingˋs direkt auf den nächsten Hügel – Den Philopapposhügel. Der Hügel ist der Höchste in Südathen (nicht von ganz Athen!), so kann man von hier auch gut bis Piräus (Athens Hafen) gucken. Zudem ist die Aussicht auf die Akropolis auch von hier super mit einer anderen Perspektive. Meine Kamera glühte bereits. Oben gibt es ein Denkmal aber ansonsten hatte der Hügel keine große Bedeutung im antiken Athen.

Ausblick auf die Akropolis mit einem Gladiator vom Philopapposhügel

Ganz anders der nächste direkt daneben liegende Hügel - Der Pnyx-Hügel. Hier fanden 500 bis 300 v. Chr. die Volksversammlungen statt. An dieser Stelle trafen sich also die freien Bürger Athens um Entscheidungen (zum Beispiel über Krieg oder Frieden) zu treffen. Dieser Hügel ist also gemeinsam mit der antiken Agora (siehe weiter unten) die Wiege der Demokratie. Mir lief es kalt den Rücken runter als ich dort stand. Viele der heutigen gesellschaftlichen Grundsätze stammen also von diesem Hügel. So wie ich sahen das aber anscheinend nicht besonders viele andere Touristen. Nur einige wenige andere „Demokraten“ verirrten sich hierher, kein Vergleich mit der Akropolis. Das konnte ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Meines Erachtens nach einer der wichtigsten Orte für unsere heutige Gesellschaft! Und dieser wird nur sehr spärlich besucht. Da frag ich mich, ob wirklich alles richtig läuft bei uns? Der Hügel war aber auch nicht sonderlich gut ausgeschildert, das muss ich zugeben. Ich brauchte auch ein paar Minuten bis ich den Eingang fand. Naja umso besser für mich, so konnte ich das in Ruhe genießen.

Pynx-Hügel. I Hintergrund Akropolis rechts, Mittig der Aeropag, links Lykabettus Pynx-Hügel mit Rednerbühne Pynx Modell in der Stoa des Attalos

Weiter ging es in die antike Agora, die unterhalb des Pnyx-Hügels liegt. Dies war der Marktplatz im antiken Griechenland (vergleichbar mit dem Forum in Rom). Bevor der Platz für die Volksversammlungen zu klein wurde, wurden sie hier abgehalten. Also auch dieser Ort hoch-historisch. Demokratie in klein quasi. Hierhin verirrten sich immerhin ein paar mehr Besucher, aber vermutlich auch, weil es hier auch 2 weitere antike Bauten und einige Ruinen zu besichtigen gibt.

antike Agora: Links Hephaisteion, Rechts Stoa des Attalos Antike Agora und im Hintergrund die Akropolis

Unter anderem einen der besterhaltenen Tempel der griechischen Antike – Das Hephaisteion (Theseion). Ein Tempel für Hephaistos, den Gott der Schmiedekunst, die ja auch auf der Agora ausgeübt wurde.

Hephaisteion

Zudem steht auf der Agora die Rekonstruktion der Stoa des Attalos – Eine 2-geschößige Säulenhalle, die Shops beinhaltete und ähnlich einem heutigen Einkaufszentrum aufgebaut war.

Stoa des Attalos Stoa des Attolas

Danach ging mein Besichtigungsmarathon, weil ich gut drauf war, weiter. Es ging wieder in Athens Zentrum nicht weit weg von der antiken Agora nahe Monastiraki – Zur Hadrians-Bibliothek. Ebenfalls eine alte Ausgrabungsstätte. Die Bibliothek wurde vom römischen Kaiser Hadrian gestiftet und trägt deswegen seinen Namen. Es sind aber eigentlich nur noch einige Ruinen übrig und wenn man nicht unfassbar tief in die Geschichte eintauchen will, lohnt es nicht unbedingt den Eintritt zu zahlen. Gleiches gilt auch für die römische Agora, die ich auch noch besichtigte. Da ich ein Kombi-Ticket an der Akropolis erworben hatte, war für mich der Eintritt dort aber überall kostenlos, von daher schaute ich mir alles an. Die römische Agora wurde unter dem römischen Kaiser Augustus gebaut, weil die antike Agora zu klein wurde. Aber auch dort sind nur noch einige Ruinen übrig. Erwähnenswert höchstens noch die öffentlichen Latrinen, die es dort gab. Mit öffentlich meine ich wirklich öffentlich, da man sich wohl dabei gerne unterhielt, weil alle Latrinen in einem Raum ohne Trennwände untergebracht waren. Sehr sozialisiert die Römer bzw. Griechen, selbst beim Geschäft.

Es war bereits Nachmittag und ich war ziemlich platt. Also ging ich erstmal zurück zum Hotel um mich ein wenig zu erholen. Die Nachmittagssonne ist auch ziemlich heftig hier. 

Am Abend ging es dann aber nochmal los, obwohl ich schon recht viel (zu Fuß) unterwegs gewesen war. Ich ließ mir von meiner Rezeptionistin im Hotel ein Restaurant/Imbiss empfehlen. Hier aß ich griechisches Kebab. Nein - Keinen Döner, sondern Hackfleisch in Form von Würstchen auf einem frischen Pita-Brot mit gegrillten Tomaten. 

Danach hatte ich mir zur Abwechslung mal wieder einen Berg rausgesucht. Diesmal sogar den höchsten im Stadtzentrum von Athen – Lykabettus. Nach einem schweißtreibenden Aufstieg hatte man einen wunderbaren Ausblick über Gesamt-Athen und die Akropolis. Athen sieht riesig aus von dort, da man es mit seinen immerhin 660.000 Einwohnern (bzw. Großraum Athen ca. 4 Mio.) nahezu komplett von dort überblicken kann. Leider wusste das nicht nur ich. Deshalb blieb ich nicht lange oben, sondern fand eine Bank an einer super Stelle etwas unterhalb. Ich hatte meinen Aufstieg so geplant, dass ich den Sonnenuntergang von dort genießen konnte und hatte jetzt einen Platz in der ersten Reihe. Kurze Zeit nach mir kam ein australisches Pärchen ebenfalls etwas bedröppelt von oben und setzte sich zu mir mit der gleichen Intention. Es blieb aber nicht nur bei ihnen. Es sollten noch ca. 30 Andere meiner Idee folgen. So saß ich inmitten einer bunt gemischten Gruppe und quatschte mit einigen. Wiedermal waren mindestens 10 Deutsche darunter. Wir sind einfach Reiseweltmeister. Wir blieben und quatschten bis weit nach Sonnenuntergang ehe ich mich verabschiedete und zurück zum Hotel ging.

Akropolis vom Lykabettus Akropolis mit Beleuchtung

Gut gelaunt ging ich noch in die Rooftop-Hotelbar und trank gemütlich einen Cocktail während ich weiterhin begeistert die Akropolis genoß.

Akropolis bei Nacht vom Hotel Dach

 

Am nächsten Tag, dem 27.8., spürte ich die langen Märsche vom Vortag deutlich in den Beinen. Nach einem reichhaltigen Frühstück fuhr ich trotzdem wieder zur Akropolis. Diesmal aber nicht um auf den Berg zu steigen, sondern um in das Akropolis-Museum am Fuße des Berges zu gehen. Hier schaute ich mir die Original-Fundstücke der Akropolis an. Highlight ist sicherlich die oberste Etage, die die gleiche Größe und Form, wie das Parthenon auf der Akropolis aufweist. Zudem ist sie komplett aus Glas, so dass man die Akropolis und Athen von hier ebenfalls gut beobachten kann.

Akropolis vom Akropolis Museum

Der originale Parthenon-Fries (Verzierung der oberen Außenfassade ist ebenfalls hier in Original-Reihenfolge ausgestellt. So bekommt man einen Eindruck wie groß der Tempel war. Oben bekommt man das nicht ganz so mit.

Parthenon-Flies

Was mir persönlich im Museum sehr gut gefallen hat, waren kleine Modelle der Akropolis und von Athen zu verschiedenen Zeiten der Geschichte direkt am Eingang. Hier konnte man einen Eindruck gewinnen, wann und wieviel gebaut bzw. umgebaut wurde.

Athen im 2. Jhd. n. Chr.

Unter dem Gebäude kann man durch einen Glasboden einige Ausgrabungen an dieser Stelle bewundern.

Ausgrabungen unterhalb des Akropolis Museum

Als nächstes ging ich mal wieder zu Fuß zum Hadrianstor, einem Tor, welches dem Kaiser Hadrian gewidmet war. Es bildete in der Antike den Eingang zum Olympieion, dem Tempel des Zeus, dem obersten olympischen Gott der griechischen Mythologie.

Hadrianstor. Im Hintergrund die Akropolis

Diesen Tempel guckte ich mir im folgenden auch an, da dieses auch in meinem Kombi-Ticket enthalten war. Extra Eintritt dafür zahlen oder Schlange stehen würde ich dafür aber nicht, da nur noch 15 Säulen der ehemaligen über 100 Säulen erhalten sind, also wirklich nur noch Ruinen erhalten sind. Der Tempel war einer der größten der Antike, sogar größer als das Parthenon. Aber jetzt sind es nur noch ein paar Säulen auf einem Grundriß. Die restliche Struktur ist wohl einem Erdbeben zum Opfer gefallen.

Olympeion. Im Hintergrund die Akropolis

Erneut zu Fuß ging es weiter zum Panathinaiko-Stadion. Es ist das erste Olympiastadion der Neuzeit, in dem 1896 die ersten olympischen Spiele der Neuzeit ausgetragen wurden und das einzige Stadion auf der Welt, dass komplett aus Marmor besteht. Es wurde als Rekonstruktion auf den Fundamenten des antiken Olympiastadion gebaut. Ich lernte, dass ein „Stadion“ ursprünglich ein antikes griechisches Längenmaß war und dass eine beliebte Sportart das Laufen über eben diese Distanz darstellte. Es bürgerte sich dann ein das Längenmaß „Stadion“ auch als Bezeichnung für die Wettkampfanlage zu verwenden. Und so war „das Stadion“ geboren. Es gibt dort eine kleine Ausstellung zu den olympischen Spielen und man kann auf die Tribüne nach ganz oben um sich einen Einblick von der Größe zu verschaffen. Es passen angeblich ca. 68.000 Zuschauer hinein.

Panathinaiko-Stadion vom Lykabettus Stadion vom Eingang Ein siegreicher OlympionikeStadion von ganz oben

Danach ging ich gemütlich Richtung Hotel um mich erneut auszuruhen. Ich war echt geschafft vom Vortag. Auf dem Weg dahin schaute ich mir noch den Syntagma-Platz an. Dies ist, ähnlich wie der Monastiraki-Platz, ein zentraler Platz in Athen, an dem das Parlamentsgebäude steht. Hier wandern also unsere Steuergelder hin. Rein durfte ich aber trotzdem nicht.

Parlamentsgebäude auf dem Syntagma-Platz

Weil das „Akropolis im Sonnenuntergang Gucken“  am Vorabend so cool war, ging ich am Abend des 27.8. nochmals los. Diesmal genau auf die andere Seite der Akropolis, den Philopappos Hügel, wo ich mich ja schon gut auskannte, um sie auch von dieser Seite mal im Dunkeln zu sehen. Ich ging gar nicht erst bis ganz oben, da der Strom der Menschen schon recht groß war. Deshalb suchte ich mir erneut einen gemütlichen Platz etwas unterhalb. Sicht und Stimmung haben mir aber am Vorabend auf dem Lykabettus besser gefallen. Aber trotzdem schön anzugucken.Danach ging es zurück über den Monistraki-Platz, wo noch ordentlich was los war.

Akropolis bei Nacht vom Philopappos Hügel Monistraki-Platz mit Akropolis im Hintergrund

Um etwas Abstand zum Großstadt-Leben zu bekommen und ein wenig auszuspannen, fuhr ich am 28.8. nach Glyfada zu den nahegelegenen Stränden Athens, genauer gesagt an den Kauvouri Beach.  
Hier blieb ich den Tag über. Es ist sicher nicht der schönste Strand an dem ich jemals war, aber das Wasser war sauber und der Strand erfüllte seinen Zweck.

Kavouri Beach

Abends schaute ich mir, weil es mir so gut gefallen hat, den Sonnenuntergang und die Akropolis von der Rooftop-Bar aus an. Meiner Meinung nach einer der besten Plätze in Athen dafür: Günstige Drinks, gute Musik, eine der besten Perspektiven auf die Akropolis und sehr friedlich. Ein perfekter Abschluß.

 

Das war also mein Athen-Abenteuer. Ich bin sehr positiv überrascht worden von dieser tollen Stadt. Hatte ich bei meinen anfänglichen Planungen noch ein bisschen Angst, dass ich die Tage nicht alle voll kriege, weil es aus diversen Quellen hieß, Athen habe nichts zu bieten, kann ich aber ein sehr positives Fazit ziehen. Athen ist toll, vor allem mit der abendlichen angeleuchteten Akropolis, egal aus welcher Richtung. Man kann sich einfach nicht satt sehen. Ein toller historischer Ort.

Mein Eindruck von Athen: Es ist anders als Rom. Ich habe ja den direkten Vergleich zwischen beiden Stadtkernen (Ich betone Stadtkerne, weil ich mir nicht anmaßen kann die gesamte Stadt einschätzen zu können). Rom überwältigt einen mit Allem: Den Menschenmassen, den Monumenten, den aufbrausenden Italienern. Ich hatte gedacht Athen wäre ähnlich, aber das ist meines Erachtens nur bedingt der Fall. Irgendwie hat Athen mehr Understatement. Es ist kleiner, friedlicher, gemütlicher und doch sehr touristisch. Man wird aber nicht ständig wie in Rom angequatscht und kann zum Beispiel auch mal vor einer Restaurant-Karte stehen bleiben ohne das jemand einen gleich in den Laden quatschen will. Und Athen ist etwas günstiger. In Rom kostete ein kleines Wasser am Kiosk stets einen Euro. In Athen nur 50 Cent. Beide Städte haben aber viel zu bieten. Das Einzige Mal, dass mir auffiel, dass Griechenland anscheinend Geld braucht, war an den Fahrkarten-Automaten der Metro. Wenn man an die neumodischen Geräte geht, die auf deutsch oder englisch einen Ticketkauf sehr einfach ermöglichen, kann man nur ein Tagesticket für 4,50 kaufen, selbst wenn man nur einmal fahren will. Geht man an die Altgeräte kann man ohne Probleme einen Einzelfahrschein lösen für 1,40 und 90 Minuten Gültigkeit. In meinen Augen Touristen-Abzocke, weil diese allesamt an die neuen Geräte gehen, die mehrsprachig sind. Ich auch beim ersten Mal, aber danach hab ich es an den Altgeräten versucht und es trotz altgriechischer unverständlicher Sprache recht schnell gecheckt. 

 

So das war es aber dann auch mit Kultur und Geschichte in meinem Urlaub. Jetzt geht es mit der Nacht-Fähre von Piräus nach Lesbos. Ich freue mich schon sehr auf die Fahrt durch die griechischen Inseln.

Aber Lesbos? – Da war doch was? Der Ein oder Andere wird sich erinnern, dass diese Insel in letzter Zeit eher mit negativen Berichterstattungen in den Medien war. Richtig – Hier traf die Flüchtlingskrise die EU 2015 an ihrer Archilles-Sehne. Sie ist nur 15 km vom türkischen Festland entfernt und hier landeten die Flüchtlingsboote zu Hunderten. Angeblich ist dies aber längst Vergangenheit und die Bewohner beklagen sich über die ausbleibenden Touristen.

Der Hauptgrund warum es mich dorthin verschlägt ist aber ein Anderer: Ich werde dort in einem verschlafenen Nest namens Sigri auf der anderen Seite der drittgrößten griechischen Insel an einem Windsurf-Camp teilnehmen. Es gibt dort wohl gute Bedingungen und ich hoffe mich ein bisschen verbessern zu können. Sigri ist ein kleiner ursprünglicher Fischereihafen und so klein, dass es keine Straßennamen besitzt und nur ca. 300 Einwohner hat. Also von der Großstadt ins Nirgendwo. Ich weiß nicht wie das Internet dort sein wird, deshalb kann es sein, dass ich mich erstmal nicht melden kann.

Ich hoffe auf jeden Fall auf Wind und dass ich einige Fortschritte machen kann.

Hang Loose

Pompeji und der Vulkan

Donnerstag, 24.08.2017

Die Überschrift lautet absichtlich nicht „Pompeji und der Vesuv“, denn es machte sich am frühen Morgen des 24.8. erstmal Ernüchterung bei mir breit. Ich hatte eine Vesuv- und Pompeji-Besichtigungstour gebucht. Meine Tour-Leaderinnen Claudia und Michaela erklärten uns aber, dass es große Brände am Vesuv gegeben habe. Diese wurden zwar gelöscht, jedoch haben Löschwasser und Regen dafür gesorgt, dass sich Geröll und Vulkanasche zu Schlammströmen zusammengefügt haben, so dass die Straßen rauf auf den Vesuv unbefahrbar waren (zumindest für unseren Bus). Also keine Vesuv-Besichtigung möglich. Schade, aber ich habe ja den ein oder anderen Vulkankrater mit entsprechender Vulkanlandschaft bereits auf Hawaii sehen können. Als Alternative machten wir uns auf den Weg zum Vulkan Solfatara bzw. zu den phlegräischen Feldern. Eine sehr aktive Vulkanregion. Nicht so hoch gelegen wie der Vesuv aber dafür eine aktivere Gegend. 

An diesem Vulkan, dem Aktivisten der Gegend, wie ich lernen sollte, durften wir sogar in den Krater. Im Prinzip standen wir auf einem Pfropfen aus Bimsstein, der uns von der heißen Lava trennte. Unter den Füßen wurde es tatsächlich warm und wir haben einige brodelnde Wasser/Schwefel-Quellen gesehen, aus denen sogar Rauch aufstieg. Ein lokaler Guide führte uns rum. Es stank die ganze Zeit leicht nach Schwefel, also faulen Eiern. Eine gute Alternative zum Vesuv, dennoch hätte ich gerne den Golf von Neapel von ganz oben gesehen. 

Naja, nach einem Mittagsstop ging es weiter zu einem meiner seit langem ersehnten Highlights – Pompeji. Die Stadt, die 79 n.Chr. vom Vulkanausbruch des Vesuvs komplett verschüttet und dadurch perfekt konserviert worden war. Jetzt ist sie wieder ausgegraben und man kann sich sehr gut ein Bild des (römischen) Lebens vor 2000 Jahren machen. Ich betone extra das römische Leben, weil ich glaube, dass es außerhalb dieser Städte noch nicht so geordnet zuging damals. Dank meines Lateinunterrichts war ich ganz gut vorbereitet, aber unsere Guides erzählten sehr viele sehr interessante Geschichten nicht nur über Pompeji, sondern auch über Rom, Neapel und den Vesuv während der Fahrt, so dass diese nie langweilig wurde. Sie erzählten wirklich gut und schmückten sie so aus, dass man sich wirklich in die damaligen Menschen reinversetzen konnte.
Vor Ort war ich erstaunt wie gut erhalten einige Bauten waren und wie viele Gedanken sich die Römer damals bereits bei der Stadtgestaltung gemacht haben. Die Mosaike auf den Böden waren zum Teil noch vorhanden und das Amphitheater wird sogar heute noch genutzt für Aufführungen. Es gab damals schon Haupt- und Nebenstraßen, die zum Teil mit weißen Steinen ausgelegt waren um auch in der Nacht das Mondlicht zu reflektieren, Bürgersteige, um nicht von Karren umgefahren zu werden, öffentliche Brunnen zum Wasser trinken, Wasserleitungen und schöne Villen und Gartenanlagen etc.

Das Leben damals unterschied sich zu meinem Erstaunen gar nicht so sehr von dem Unseren. Es gab damals schon sehr viele Shops, einen Marktplatz (Forum), Spas mit Umkleiden und Toiletten für Männer und Frauen getrennt und Fitnessstudios und, was für viel Erheiterung in der Gruppe sorgte, sogar Freudenhäuser (Das Älteste Gewerbe der Welt). Um das „Verfahren“ in diesen Häusern auch für ausländische Seefahrer zu vereinfachen gab es Bilder an den Wänden auf die man einfach deuten konnte, was man sich wünschte. Die Bilder waren tatsächlich noch erhalten. Auch gab es Strassenkennzeichnungen, die in Richtung der Freudenhäuser zeigten, so dass man leichter dorthin fand. Verrückt!

Bilder aus dem Freudenhaus Straßenzeichen in Richtung Freudenhaus

Das Forum, also das Zentrum des öffentlichen Lebens, war ebenfalls sehr interessant. Es gab Tempel und sogar ein Gerichtsgebäude. Zudem war dort ein richtiger Gladiator ;-), wie man auf dem Foto sehen kann. Und auch damals gab es schon Fast Food. In kleinen Küchen wurde Essen zum Mitnehmen angeboten. Dies schlussfolgerten die Historiker daraus, dass es rund um diese Geschäfte keine Sitzmöglichkeiten gab. Also Fast Food Restaurants sind keine Erfindung der Neuzeit.

Fast Food Küche vor 2000 Jahren Der Gladiator auf dem Forum Das Forum

Alles in Allem hat sich dieser sehr lange Tag unfassbar gelohnt. Die Menge, die ich hier gelernt habe, hätte ich so nicht erwartet. Interessant zum Beispiel auch die „wahre“ Legende um Romulus und Remus, die Gründer Roms, die angeblich von einer Wölfin gesäugt worden sein sollen, nachdem sie auf dem Tiber ausgesetzt worden waren und am Palatin Hügel gestrandet sein sollen. Gesäugt worden sind sie wohl auch und zwar von einer „Lupa“. Doch der Begriff hat im lateinischen nicht nur die Bedeutung Wölfin, sondern auch „Dame des horizontalen Gewerbes“. Und weil die Legende dann vermutlich nicht so gut geklungen hätte, scheint es nur logisch, dass es dann auf jeden Fall eine Wölfin gewesen sein muss. Laut unseren Guides hat es in der Geschichtsschreibung keinen weiteren Fall gegeben, bei dem eine Wölfin anstatt die Menschenkinder zu fressen, sie gesäugt haben soll. Also vielleicht nur ein Übersetzungsfehler bzw. Doppeldeutigkeit?

Ebenfalls sehr interessant, dass Pompeji sehr nah am Wasser lag und wohl sogar einen eigenen Hafen hatte, zugleich war der Vesuv angeblich vor dem Ausbruch wohl deutlich höher. Durch den Ausbruch flog allerdings ein riesiger Teil der Spitze ab und bildet nun das neue Land. Pompeji liegt zum Teil einen Kilometer vom Meer entfernt.

Außerdem wussten die Bürger von damals wohl gar nichts von der Gefahr des Vulkanes, da er bewaldet war und aussah wie ein normaler Berg. Auch in Schriften wird immer nur von Berg statt Vulkan geredet, wobei sie auch mit dem Wissen darüber dem Unglück wohl nicht entronnen wären. Es war nicht etwa die Lava, die Pompeji bedeckte, sondern ein pyroklastischer Strom (zu vergleichen mit einer Lawine) aus Staub, Gas, Gestein, Lava etc., der sich mit ca. 200km/h bewegte. Das heißt die Menschen wurden tatsächlich innerhalb von Sekunden oder Minuten überrascht. Das erklärt auch, warum man noch „Leichen“ (sogar von Kindern und Hunden) sehen kann. Zwar sind die Körper unter der dicken Schicht aus Gestein verwest, die Hohlräume blieben aber erhalten. Diese wurden wieder aufgespritzt mit Gips und so kann man tatsächlich die Menschen von damals in ihrer letzten Sekunde sehen. Gruselig! Insgesamt 1000 Skelette wurden bisher gefunden.

Wirklich wahnsinnig interessanter und lehrreicher Tag. Ich bin begeistert!

Nun geht mein Rom Abenteuer zu Ende. Es war unglaublich interessant und ich habe so viele Eindrücke gesammelt. Besonders begeistert hat mich das gemütliche abendliche Sitzen am Kolosseum, wenn die Touristenströme und der Verkehr weniger wurden. Und auch Pompeji und der Petersdom waren mega interessant. Und mein tägliches Gelatto werde ich sehr vermissen. Egal in welcher Eisdiele ich aß, allesamt waren besser als in Deutschland. Wie Fabian mir so schön schrieb und dem schließe ich mich an: Als Tourist ist Rom unglaublich toll!

Aber Leben möchte ich dort nicht. Zu viel Verkehr, zu viel Gewusel, zu viele Touristen, zu viel Müll. Aber jetzt geht es weiter. Die nächste Station ist wieder unglaublich historisch, soviel Kultur hatte ich im Urlaub noch nie ;-). 

Es geht zur Wiege der Demokratie: Athen!

Rom - Die ewige Stadt

Mittwoch, 23.08.2017

Am Montag dem 21.8. begann ich einigermaßen wiederhergestellt nach einer ruhigen Nacht und einem guten Frühstück im Hotel bereits früh meine Erkundungstour durch Rom.

An meinem ersten Tag hatte ich mir direkt ein paar klassische Highlights der Stadt rausgesucht, die ich Dank meines Latein-Unterrichts schon sehr lange sehen wollte. Zuerst ging es ins Forum Romanum. Mittels Roma Pass konnte ich die Ticket-Schlange umgehen, was um 9 Uhr morgens aber noch nicht wirklich notwendig war, und direkt zur Sicherheitskontrolle gehen. Das Forum Romanum ist ja der freigelegte Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens des antiken Roms. Es gibt dort eine Menge an Ruinen und Ausgrabungen zu bestaunen.

Direkt daran angeschlossen kann man auch den Palatin Hügel (Einer der 7 Hügel Roms) besichtigen. Dies ist der älteste bewohnte Teil Roms. Angeblich soll hier sogar Romulus (legendärer Gründer der Stadt Rom) in einer Hütte gewohnt haben. Zudem war der Palatin Wohnort der wohlhabenden und mächtigen Personen in antiken römischen Weltreich, so auch vom ersten Kaiser Roms, Augustus (Octavian), der hier ein luxuriösen Wohnsitz hatte. Auch Nero wohnte dort. Die Überreste kann man noch besichtigen, was ich sehr ausgiebig tat. Von oben aus kann man dort auch den Circus Maximus anschauen. Dies war eigentlich ein ersehntes Highlight meiner Besichtigungen. Es ist aber nur ein großes längliches Grasfeld in einer großen Erdkuhle davon übrig, so dass man einige Fantasie braucht, dass hier mal bis zu 250.000 Menschen Platz fanden und Wagenrennen oder Spiele stattfanden.

Nach dem Forum/Palatin ging es nach einer kurzen Stärkung direkt weiter mit dem Geschichtskurs. Direkt daneben liegt das Amphitheater Flavium, heute besser bekannt als das Wahrzeichen der Stadt – Das Kolosseum. Es ist das größte jemals gebaute Amphitheater der Welt. Mit einem Fassungsvermögen von 50.000 diente es zugleich als Vorbild für die Fußballstadien der Neuzeit. Hier wurden grausame Gladiatoren und Tierkämpfe abgehalten. Mit einem ausgeklügelten System konnte der Innenbereich sogar geflutet werden um Seeschlachten nachzustellen.

Jetzt zahlten sich mal wieder meine zahlreichen Recherchen und mein Roma Pass richtig aus. Die Schlangen vor dem Kolosseum an den Ticketständen waren zur Mittagszeit unglaublich lang. Ich schlenderte einfach an den Wartenden vorbei und ging direkt zur Sicherheitskontrolle. Dadurch ersparte ich mir sehr viel Zeit. Im Übrigen finde ich diese Sicherheitskontrollen sehr gut, da sie Sicherheit zumindest ausstrahlen. Es fiel mir auf, dass an jeder „wichtigen“ Einrichtung in Rom (und das sind nicht gerade wenig) auch mindestens 2 oder mehr Soldaten mit Maschinengewehr im Anschlag und Uniform patrouillieren. Ob das im Zweifel wirklich hilft ist fraglich, aber ich empfand es als beruhigend zu wissen, dass jemand aufpasst.

Im Kolosseum schaute ich mir alles ausgiebig an. Der Innenraum-Boden ist nicht mehr vorhanden und so kann man einen Blick auf die darunter liegenden Katakomben erhaschen, wo Kerker für die Kämpfer und Tiere und die Bühnentechnik untergebracht waren. Ein wirklich tolles und imposantes Bauwerk, vor allem wenn man bedenkt, dass es knapp 2000 Jahre alt ist.

Danach ging es, obwohl ich vom vielen Laufen schon müde wurde, weiter in Richtung Nationaldenkmal Italiens – Dem Monumento a Vittorio Emanuele II – gewidmet dem ersten König des Königreich Italiens. Meines Erachtens nach eines der pompösesten (vielleicht das pompöseste) Bauwerke Roms, da riesig und weithin sichtbar. Die Römer mögen das Gebäude wohl nicht besonders, da dafür ein halber Stadtteil dem Erdboden gleich gemacht wurde. Aber ich fand es sehr imposant mit den weißen Marmor überall und der Eintritt ist sogar kostenlos.

Danach gings zum nächsten der 7 Hügel Roms – Dem Kapitol - Direkt neben dem Nationaldenkmal. Hier schaute ich mir den Kapitolsplatz an. Ein von Michelangelo gestalteter Platz, der bereits sehr früh das politische Zentrum der Stadt darstellte, mit einer Reiterstatue vom Kaiser Marc Aurel. 

Und weil ich noch nicht genug gewandert war, ging es von dort weiter zum Pantheon. Ein zur Kirche umgeweihter antiker Kuppelbau. Er besaß 1700 Jahre lang die größte freitragende Kuppel der Welt und ist sehr gut erhalten.Ganz nett.

Zum Schluss meiner ersten Runde durch Rom ging’s noch auf ein Eis auf den Piazza Navona. Ein schöner Platz mit einigen Brunnen und vielen Restaurants drum herum.
Danach ging ich zurück zum Hotel um mich ein wenig zu erholen. 

Erst am späten Nachmittag fuhr ich nochmals los. Diesmal mit dem Bus. Es ging auf eine echte italienische Pizza auf die andere Tiberseite in das Viertel Trasteverde. Hier aß ich in einer winzigen aber recht gut bewerteten Pizzeria eine Auswahl an verschiedene Pizzen. Lecker! Hierbei unterhielt ich mich mit ein paar Deutschen, die zufälligerweise am Nebentisch saßen.

Gut gestärkt ging ich den Giancolo Hügel hinauf, von wo aus ich die Aussicht auf Rom beim Sonnenuntergang genoß.

Links das Pantheon, rechts das Nationaldenkmal

Und weil ich immernoch nicht genug gesehen hatte am ersten Tag, dachte ich mir fahr ich noch zu 2 Highlights der Stadt. Es war Absicht gewesen nicht unbedingt am Tage an diese beiden Orte zu fahren, da ich wusste, dass sich dort viele Leute tummeln würden. Aber was ich sehen sollte, obwohl schon in den Abendstunden, passte mir mal wieder gar nicht. Beim Trevi-Brunnen, dem größten und wohl schönsten Brunnen Roms bekam man kaum ein Bein an die Erde. Ein ähnliches Bild an der spanischen Treppe. Ich schaute mir beides kurz an. Insbesondere der Trevi-Brunnen ist meines Erachtens nach wunderschön.

Danach fiel ich müde aber zufrieden mit meiner ersten Tages-Tour durch Rom ins Bett.

 

Am Dienstag, dem 22.8., hatte ich mir auch wieder ein Highlight ausgesucht, ein religiöses um genau zu sein. Nach dem Frühstück auf dem gemütlichen Hotel-Balkon fuhr ich zunächst zur Engelsburg. Dieses Mausoleum für Kaiser Hadrian funktionierten einige Päpste für sich als Fluchtburg/Festung um, um zum Teil vor den weltlichen Herrschern Roms geschützt zu sein. Deshalb ist die Engelsburg auch mit einem Hochweg zum Vatikan ausgestattet, über den man einfach in die Burg fliehen konnte ohne selbst angegriffen zu werden. Ein kleines Museum befindet sich darin, in dem man auch die päpstlichen Schlafzimmer in Zeiten der Belagerung anschauen konnte. Der Hauptgrund warum ich reinging war allerdings die gute Aussicht von dort auf Petersdom und Rom. 

Als ich wieder unten war, wurde mir wieder mal klar, dass der frühe Vogel den Wurm fängt. Es war deutlich voller als zu der Zeit als ich kam und es hatten sich schon lange Schlangen gebildet. Auch der Roma Pass war wieder erfolgreich zum Einsatz gekommen und ersparte mir das Schlange stehen für Tickets.

Anschließend ging es in den kleinsten souveränen Staat der Welt – Den Vatikan. Ich kam ohne Ausweiskontrolle hinein. Für 13:00 Uhr hatte ich im Vorhinein eine Online-Reservierung für die vatikanischen Museen gebucht. Als ich da war versuchte mir eine offiziell wirkende Dame (mit sichtbaren Ausweis) zu erklären, dass ich nur für die Museen gebucht hätte und mich beim Petersdom nochmal neu anstellen muss. Deswegen wollte sie mir für 20 Euro mehr eine Tour aufquatschen, wo ich nicht mehr anstehen müsste. Ich zweifelte selbst kurz an meinen Recherchen, entschied mich dann aber es darauf ankommen zu lassen und nichts nachzukaufen. Aber dazu später mehr.

Die Museen waren ein Ort, der mir deutlich zeigte, wie wenig ich große Menschenansammlungen mag. Es war unfassbar voll! Wenigstens musste ich nicht für die Tickets auch noch anstehen. Man wurde durch unzählige Räume gescheucht bzw. konnte sich die Räume selbst auswählen durch die man dann von der Menschenmasse durchgeschoben wurde. Ich hatte einen Audio-Guide, allerdings waren die Beschilderungen so schlecht, dass ich erst spät merkte, wann ein neuer Standort kam. Die Museen selbst waren zum Teil ganz cool, zum Beispiel die Fresken von Raffael gefielen mir. Natürlich durfte am Ende die Sixtinsche Kapelle nicht fehlen. Die berühmte Kapelle, in der die Papstwahl (Das Konklave) abgehalten wird. Sie ist wirklich toll anzusehen mit der von Michelangelo gestalteten Decke. Aber im Endeffekt konnte ich die Besichtigung nicht wirklich ausgiebig genießen, weil gefühlt 200.000 Menschen in der Kapelle waren. Naja wieder eine Erfahrung gemacht. Haken hinter!

Im Folgenden sollten sich meine Recherchen zum widerholten Male auszahlen. Es gibt 2 Ausgänge in der Sixtinschen Kapelle und damit aus den vatikanischen Museen. Der erste Ausgang links ist der „Normale“, der auf der Strasse endet. Der andere Ausgang rechts ist für Gruppenführungen gedacht und mündet direkt am Eingang zum Petersdom (vor den Eintrittsschlangen). Ich war erst unsicher ob das klappen würde, was ich vorhatte, weil ich noch meinen Audio-Guide hatte und weil die Dame am Anfang sagte, dass da Security stehen würde. Aber ich probierte es einfach, weil ich keine Lust hatte mich in die unfassbare Schlange auf der Straße vorm Petersdom anzustellen (Sie ging einmal über den gesamten Petersplatz: siehe Foto unten). Ich ging durch den Gruppenausgang, obwohl eigentlich nicht erlaubt, und drückte meinen Audio-Guide einfach einer Sicherheitsbeamtin in die Hand. Sie hatte nichts auszusetzen und so war ich um ca. 2 Stunden Schlange stehen drumherum gekommen. Da ich kurz vorm Großstadt-Koller stand, hatte ich die Museen also nach „nur“ 2 Stunden wieder verlassen. 

Jetzt ging es also zum heiligen Peter – also in den Petersdom. Das war mein persönliches Highlight im Vatikan. Die größte und vermutlich schönste Basilika der Katholiken ist wirklich riesig, eine der schönsten Kirchen auf der Welt und gleichzeitig der Mittelpunkt des Vatikanstaates und damit des römisch-katholischen Glaubens. Sie wurde über dem Grab von Petrus gebaut, daher der Name. Aufgrund ihrer Größe fielen die Menschenmassen nicht ganz so sehr auf und es gab auch „etwas ruhigere“ Ecken. Besonders beeindruckt hat mich die von Michelangelo geplante Kuppel mit dem Spruch aus dem Matthäus Evangelium: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und Dir gebe ich die Schlüssel zum Himmelreich (natürlich auf Lateinisch). Auch die berühmte Petrus Bronzestatue (Rechten Fuß habe ich nicht berührt ;-))und die Pieta (Die um Jesus trauernde Maria) von Michelangelo habe ich mir angeschaut. Auf der Kuppel war ich nicht. Das hielt ich nicht für nötig, da ich ja bereits den Ausblick von der Engelsburg genossen hatte.  

   

Anschließend ging es raus auf den berühmten Petersplatz vor dem Petersdom. Der Platz ist riesig und sehr imposant, genauso wie die Schlange zum Eintritt in den Petersdom.

Anschließend fuhr ich gegen 17 Uhr erstmal zurück ins Hotel um die ganzen Eindrücke in Ruhe zu verarbeiten.

Mein Fazit vom Vatikan: Meines Erachtens nach ist die Menschenmasse, die täglich Eintritt vor allem in die Museen erhält einfach viel zu groß und dann gibt es auch noch geführte Touren mit 30 Leuten, die das Chaos dann perfekt machen. Ich hatte mich auf große Menschenmassen eingestellt und extra schon einen "ruhigen" Tag rausgesucht, aber das war mir noch zuviel. An die Kleider- und Benimmordnung (bedeckte Schultern und Knie, Ruhe an den heiligen Orten) halten sich auch nur 2/3 der Besucher und es wird auch nicht wirklich kontrolliert. Ich selbst trug extra eine lange Hose bei 30 Grad. Zudem stellte sich mir immer wieder die Frage, wie der riesige Reichtum, der zur Schau gestellt wird und den auch frühere Päpste immer wieder für sich beanspruchten mit der viel gepredigten asketischen Lebensweise vereinbart werden kann? Es wirkt auf mich ein bisschen wie ein großes Wirtschaftsunternehmen. Ich möchte hiermit keine religiöse Diskussion lostreten, sondern das ist nur mein persönlicher Eindruck. Besonders gefallen und deshalb absolut entschädigt wurde ich durch den Petersdom und den Petersplatz. Das war ein Kracher! Alles in Allem finde ich sollte man, wenn man in Rom ist und Zeit hat, auch einmal den Vatikan besuchen.

Erst abends ging ich nochmal los um mein Viertel „Monti“ etwas zu besichtigen und etwas zu essen. Ich ließ mich treiben bei der Suche nach einem Restaurant und hatte Glück. Am Piazza della Madonnna dei Monti aß ich in einem super Restaurant. Ich stellte mir ein leckeres Gericht aus Bruschetta, selbstgemachten Spaghetti Carbonara und Schokoküchlein mit flüssigem Kern zusammen. LECKER. La Dolce Vita.

Wohl genährt schlenderte ich noch ein bisschen zum Kolosseum und fand eine kleine Brücke mit guter Aussicht darauf. Meiner Meinung nach der beste Platz um das Kolosseum in seiner vollen Pracht zu sehen. Hier genoss ich den Sonnenuntergang. Das Wahrzeichen Roms macht auch im Dunkeln eine sehr gute Figur.

Anschließend ging ich zurück ins Hotel, wo ich mich noch mit einer Familie aus Leeds unterhielt bis ich ins Bett ging.

 

Nach dem ganzen typischen Touri-Sightseeing an den Vortagen, hatte ich mir eine Pause verdient. Deshalb fuhr ich am Morgen des 23.8. ins Euromar2 Shopping Center, wo ich erstmal richtig einkaufte. Ich habe ja bei dieser Tour einen etwas größeren Koffer mit als bei meiner Weltumrundung (trotz weniger Zeit!), also sollte das Geshoppte einigermaßen reinpassen. Es war zumindest nicht wenig, was ich einkaufte.

Nachmittags fuhr ich dann zur Erholung und Besichtigung zum Piazza del Popolo und in die Gärten der Villa Borghese. Die Gärten sind so etwa vergleichbar mit dem Central Park in New York: Groß, ruhig und friedlich. Aber nicht mit den tollen Gartenanlagen in Sydney oder Melbourne zu vergleichen, vermutlich weil es hier trockener ist. Es tat mir aber sehr gut und ich erholte mich von meinem Hardcore-Sightseeing.

Piazza del Popolo

Abends ging ich wieder durch mein Viertel "Monti" spazieren. Es gefällt mir sehr gut. Überall sitzen (viele junge) Leute gemütlich auf der Strasse, der Verkehr wird abends ruhiger und es gibt coole Vintage-Geschäfte. Ich landete beim Schlendern in einem winzigen mexikanischen Lokal. Hier gab es super leckere und günstige Nachos und Tacos mit verschiedenen Füllungen. Anschließend ging es, weil es mir am Vorabend so gut gefallen hatte, erneut zum Kolosseum. Dort drehte ich in der herrlichen Abendsonne einmal eine Runde drumherum, um dann zum Schluß zu kommen, dass der Platz am Vorabend der Beste war. So verweilte ich dort erneut ehe es früh ins Bett ging.

Am nächsten Tag habe ich früh morgens eine Tour gebucht und der Tag wird lang werden. Aber dazu später mehr.

Forget about the Price Tag - St. Tropez

Sonntag, 20.08.2017

Wie erwartet bin ich die ersten 4 Tage nicht dazu gekommen ein Update zu schreiben, hauptsächlich weil ich mit Nichtstun beschäftigt war. Nun also der erste Reisebericht.

Zunächst traf ich mich nach einem ruhigen Flug auf dem Flughafen in Nizza am Donnerstag den 17.8. mit meinen Freunden.
Von hier aus ging es mit einem Miet-Bulli weiter an die Strände nahe St. Tropez. Genauer gesagt in den Bungalow-Park Toison Dˋor. Hier verbrachten wir die Tage am Strand und die Abende beim Grillen in ausgelassener Stimmung.
Der Strand war wunderbar und das Wasser gerade so warm, dass es immernoch eine Abkühlung war, wenn wir reinsprangen und ein wenig Ball spielten.


Am Freitag Abend dem 18.8. gingen wir in eine der vielen Strandbars, die direkt neben dem Bungalow-Park lagen – Das „Stefano“ – Ein Open-Air House Club direkt am Strand. Hier wurde uns zum ersten Mal sehr deutlich bewusst, warum die Gegend hauptsächlich bei reichen und berühmten Leuten sehr beliebt ist. Hatten wir uns erst gefreut, dass der Eintritt frei war, mussten wir uns aber beim Anblick der Getränkekarte ordentlich die Augen reiben. Sie hatten nicht mals gezapftes Bier. Dafür unendlich viele Sorten Wein, Champagner und sonstige Spirituosen. Die teuerste Flasche lag bei 39.000 Euro. Wir begnügten uns aber mit einem kleinen Corona Flaschenbier für immerhin „günstige“ 10 Euro pro Flasche. Der Club war noch nichtmals sonderlich gut bzw. war er unfassbar leer und das in der Hochsaison. Verwundert verließen wir diesen rasch nach der ersten Runde und tranken lieber Dosenbier aus dem Supermarkt ;-)


Am nächsten Abend (Samstag 19.8.) wurde es aber noch extremer. Obwohl schon sehr müde und ich mich auch noch etwas abgeschlagen fühlte, fuhren wir mit dem Taxi nach St. Tropez! Ich weiß noch immer nicht was ich von dem kleinen Dörfchen halten soll. Im ersten Moment war der Hafen wahnsinnig beeindruckend. Die vielen riesigen Luxus-Yachten brachten mich ganz schön ins Staunen. Definitiv BEEINDRUCKEND! Vor allem weil sie im Dunkeln auch wunderschön beleuchtet waren.


Trotz der Schönheit fiel mir aber nach kurzer Zeit auch auf, worum es dabei eigentlich ging. Das ganze Dorf und der Hafen sind im Prinzip nichts anderes als ein Laufsteg für die Reichen und Schönen – „Sehen und gesehen werden“ ist das Motto. Protzen, angeben etc. Nach dem dritten Ferarri, der ohne Grund direkt vor einem Club inmittten der Fußgängermenge anhielt um sich in Szene zu setzen, konnte ich dem Treiben nichts mehr abgewinnen und fand es irgendwie einfach nur noch stumpf. Lustig anzugucken, aber stumpf. Ich hab schnell gemerkt, dass das nicht meine Welt ist, selbst wenn ich so viel Geld hätte, müsste ich das nicht haben.


Das pöbelnde Fußvolk (also wir) ging, anstatt in einen der überteuerten Clubs, lieber in einen kleinen urigen Irish Pub am Ende des Hafens, der gar nicht mal allzu teuer war (Ein 0,5l Bier 6 Euro). Hier hatten wir einen unglaublich spaßigen Abend mit vielen Diskussionen, vielleicht auch ein bißchen dem Alkoholkonsum geschuldet. Sehr lustig.


Am Sonntag (20.8.) ging es dann ans Abschied nehmen. Meine Freunde fuhren wieder gen Heimat, während ich meinen Flieger zur 2. Station bestieg:


Rom – Die ewige Stadt


Hier möchte ich ein paar Tage die beeindruckende Historie der Stadt und Umgebung von Nahem begutachten. Eingekehrt bin ich völlig übermüdet am Sonntag abend im Hotel Apollo – Klein, einfach aber für meine Zwecke völlig ausreichend: Sauber, freundlich und sehr zentral gelegen. Auf gehtˋs ins nächste Abenteuer!

Zurückblickend war St. Tropez eine tolle Erfahrung, vor allem die Strände und das Quatschen und Feiern mit den Jungs. Gleichzeitig hat mich dieser riesige Reichtum und unnütze Überfluß an Allem in St. Tropez aber auch sehr nachdenklich zurückgelassen. Zudem habe ich bei den Franzosen weiterhin das Gefühl, dass sie (auch weiterhin) auf Deutsche nicht gut zu sprechen sind. In jeder Bar oder Laden wurde man irgendwie komisch angeguckt, wenn sie merkten dass wir aus Deutschland stammten. Und das wir das Bestellen zum Teil auf englisch taten war auch nicht sehr erwünscht meines Erachtens nach. Wie auch immer GEILE TAGE und eine Erfahrung mehr im Leben, die sich allein deswegen gelohnt hat!

Reisen macht dich reich - ganz egal was es kostet...

Sonntag, 13.08.2017

Über ein Jahr ist es nun schon her, dass ich die Welt bei meiner Weltumrundung zu einem kleinen Teil entdecken durfte. Bei dem unterkühlten deutschen Klima und nur 2 kürzeren (zwar sehr tollen aber auch kalten) Winterurlauben in dieser Zeit hat mich das Fernweh und vor allem das Meer- und Sonnweh wieder gepackt. Vieles von der Leichtigkeit der letzten Reise ist leider auch schon wieder im stressigen deutschen Alltag auf der Strecke geblieben. Klar, das bleibt nicht aus, aber ich habe auch gemerkt, dass ich mich von dem Selbstbild, welches ich selbst anstrebe, wieder etwas entfernt habe. Es ist viel passiert in diesem Jahr seit der Weltumrundung, was an meinem eigenen Selbstverständnis gerüttelt hat. Also wird es Zeit sich mal wieder neu zu reseten. Was gibt es dafür besseres als an Orte zu reisen, an denen man noch nicht war?

Deshalb habe ich mich dazu entschlossen noch ein wenig mehr von der Welt zu entdecken & auch diesen Blog weiterzuführen. Erfreulicherweise habe ich sehr viele positive Kritiken nach meiner letzten Reise bekommen. Vielen Dank!

Diesmal habe ich mir ein paar sehr geschichtsträchtige Orte rausgesucht, die ich schon immer gern mal sehen wollte. Zusätzlich hoffe ich mich etwas intensiver einem Sport widmen zu können, von dem ich seit Kindesbeinen an, immer wenn ich ihn ausführen konnte, fasziniert war. Jetzt möchte ich da ein paar größere Fortschitte machen. Aber dazu später mehr. Wie üblich verrate ich die Stationen & Aktionen erst kurz vorher ;-).

Es wird eine kleinere und kürzere Tour als letztes Mal. Aber ich fahre gen Süden und hoffe dementsprechend, dass ich eine Menge Sonne abbekommen werde und hoffentlich auch ein bisschen Zeit am Meer verbringen kann. Ich freue mich auch wieder friedliche Orte zu sehen und entspannte Menschen treffen zu können. In alter Tradition werde ich wieder mehrfach die Orte wechseln.

"Reisen macht dich reich - ganz egal was es kostet" - Die Zeile aus dem Lied von Kayef mag ich sehr gerne und kann sie seit meiner letzten Reise sehr gut nachvollziehen. Deswegen ist sie auch die Headline in diesem Jahr. Reisen öffnet den eigenen Horizont, entspannt und sorgt für tolle Erinnerungen - Zumindest geht's mir dabei so. Also auf geht's!

 

1. Station

Mein erster Stop wird mich diesmal zunächst nach Frankreich führen. Und zwar hierhin...

 

Richtig St. Tropez. Genauer gesagt in die Nähe von St. Tropez!

Ich werde dort mit ein paar Freunden für ein paar Tage in einem tollen Bungalow-Park ausspannen. Die Welt wird sich in dieser Zeit wohl ohne uns drehen müssen, da wir mit am Strand liegen, Grillen und mit Flunkie-Ball spielen beschäftigt sein werden ;-). Dies ist unsere jährliche Revival-Tour und ich freue mich schon sehr darauf.

Später mehr...

 

Enjoy Life

 

Home again! Thanks for everything!

Samstag, 21.05.2016

Dies hier wird mein letzter Eintrag sein - Ein Abschlusswort quasi.

Ich bin wieder heile zu Hause in good old Germany angekommen! Ich habe in den letzten 8 Wochen unglaubliche Dinge erleben und wunderschöne Orte besuchen dürfen. Wenn ich nur überlege, wo ich überall war, erscheint mir das alles fast irreal weit weg. Es wird eine Zeit dauern bis ich all die Erlebnisse verarbeitet habe… 

Da war Florida mit der tollen Villa mit Pool in Cape Coral und dem tollen Urlaub mit meiner Familie, den ich sehr genossen habe. Und natürlich meinem Highlight: Der Country-Bar ;-)

Da war San Francisco mit meiner Wahnsinns-Radtour bei perfektem Wetter und einem unglaublichen Gefühl von Freiheit auf der Golden Gate.

Da war Hawaii - Ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben kann... Es war ein Lebenstraum dorthin zu reisen! Die Vulkan- und Regenwald-Landschaft und die Strände und Sonnenuntergänge auf Maui sind für mich mit nichts auf der Welt zu vergleichen. Das Rumcruisen mit dem Auto hat unendlich viel Spaß gemacht. Die Motorrad-Tour durch die tolle Landschaft auf Oahu vervollständigte das Bild meiner Trauminseln perfekt. Zudem war Pearl Harbor ein absolutes Gänsehaut-Ereignis für mich.

Da war Fiji - Südsee-Feeling pur mitten im Nirgendwo auf der anderen Seite der Welt. Erholung in einem Meer aus Palmen und Sand mitten im Pazifik mit den unglaublich freundlichen Einwohnern von Waya Island.

Da war Melbourne, wo ich so krank wurde und dennoch die schönen Seiten der Stadt und der Umgebung sehen durfte - Die Great Ocean Road Tour mit den 12 Aposteln und der Ausblick über die Stadt vom Eureka Skydeck. 

Da war Sydney mit dem wunderschönen Hafen und der Oper… Vor allem aus der O-Bar, in die Maren mich mitnahm, ein wahnsinnig schöner Anblick. Und die schönen Gegenden rund um Manly und Bondi & Coogee. Auch die Blue Mountains mit den Three Sisters waren toll. Und das Rugby-Spiel nicht zu vergessen!

Da war die Ostküste - Auch hier weiß ich wieder nicht, wo ich anfangen soll… Fraser Island & Whitsunday Islands waren überwältigend… Beide Touren werden mir, auch aufgrund der coolen Leute, die ich traf, für immer im Gedächtnis bleiben. Die Zeit, die ich bei und mit Bianca und Johnny und mit den 3 süßen Hunden in einer wunderschönen, wenn nicht sogar der besten Urlaubsgegend in Australien verbringen durfte – Unvergesslich! Nicht zuletzt das „Links-Fahren“. Nur zu gern würde ich irgendwann nochmal zurückkehren… Wer weiß ;-)

Und da war Singapur - Mein erster Aufenthalt in Asien in einer überraschend tollen Stadt. Vor allem die Gegend um das Marina Bay Sands und Clarke Quay waren der Hammer!

Zuletzt möchte ich auch die vielen freundlichen Leute aus den unterschiedlichsten Winkeln der Welt mit den unterschiedlichsten Geschichten, die ich treffen durfte, nicht vergessen. Am verrücktesten war wohl das Wiedersehen in Airlie Beach mit den vielen Leuten der Fraser Island Tour.

Es wird eine sehr lange Zeit dauern, bis ich wirklich realisiert habe, dass ich all das wirklich sehen und erleben durfte. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie dankbar und glücklich ich dafür bin, so eine Reise gemacht haben zu können! Ich hoffe anhand der Fotos werde ich mich noch lange an dieser Reise erfreuen. Wer sie gerne sehen will, ist zu einem Fotoabend natürlich herzlich eingeladen. 

Ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen Stolz auf mich selbst, denn es gab schon die ein oder andere brenzlige Situation zu meistern oder das ein oder andere (um-) zu organisieren. Und ich glaube ich habe es relativ gut hinbekommen und bin daran vielleicht auch ein bisschen gewachsen.

Zudem habe ich auf dieser Reise sehr viel über mich selbst erfahren und auch das ein oder andere lernen können: Was ich mag, was ich nicht mag, wo ich mich wohl fühle, wo nicht…

So habe ich zum Beispiel gelernt an einem fremden Flughafen in einem fremden Land erstmal durchzuatmen, mich zu orientieren und auf das Kommende zu konzentrieren und nicht sofort planlos drauf los zu laufen. Zudem habe ich ein besonderes Auge darauf, dass der Kofferaufkleber beim Check-In ordentlich befestigt wird. Solche und ähnliche kleine Lehren haben mir geholfen die Reise heile und ohne größere Verluste zu überstehen. Darüber bin ich sehr froh.

Ich hoffe auch ich kann von der Gelassenheit und der Freundlichkeit, die ich erfahren durfte ein bisschen mit in den deutschen Alltag integrieren.

 

Ich möchte mich zu guter Letzt auch bei euch allen, die mich auf meiner langen (viel zu kurzen) Reise in jeglicher Form unterstützt haben, bedanken. Sei es durch Infos, Beratung, Kommentieren oder auch nur Lesen meines Blogs. Vielen Dank für das eifrige Folgen. Ja - Ich weiß, dass ihr meinen Blog gefolgt habt, ich kenne die Besucherzahlen ;-).

Ein besonderer Dank geht natürlich an meine Familie & Freunde, die mich fortwährend unterstützt haben und mir vertraut haben nicht allzu viel Blödsinn in der großen weiten Welt anzustellen.

Ganz besonders möchte ich mich auch nochmal bei Maren und Bianca/ Johnny bedanken, die mir in Australien hilfreich zur Seite standen bzw. mir sogar eine wundervolle Unterkunft geboten haben. Ich bedanke mich auch bei Mela, die mir bei der Zusammenstellung von einem Großteil der Flüge geholfen hat.

Die Route war in meinen Augen sehr gut gewählt und was ich vor meiner Reise von dieser erwartet habe, ist meines Erachtens nach voll in Erfüllung gegangen. Ich wollte besondere Momente & Abenteuer, von denen ich wohl zuhauf erlebt habe. Ich war an friedlichen Orten, habe tolle und glückliche Menschen getroffen und andere Kulturen kennengelernt. Und braun geworden bin ich auch ;-) Ein bisschen!

Bleibt also für mich nur noch eins zu sagen:

Nico

 

P.S. Da ich einen ziemlich fetten CO2-Abdruck mit den ganzen Flügen hinterlassen hab, der mein klimaverträgliches Jahresbudget (2,0 t CO2 pro Jahr) um ein vielfaches überschritten hat, habe ich mich dazu entschlossen etwas zurückzugeben und das Budget auszugleichen! Da ich nicht viel von diesen Klimaausgleichs-Seiten halte, habe ich mir etwas anderes rausgesucht. Auf Fiji hat ja in diesem Jahr ein Zyklon gewütet, der so einiges zerstört hat, auch auf der Insel Nacula des Partnerresorts vom Octopus-Resort. Diesem und den Bewohnern habe ich nun in gleicher Höhe wie es meinem CO2-Abdruck der Flüge entspricht etwas gespendet (ca. 44.000 Flugkilometer und ca. 8,4 t CO2 Emissionen / ca. 23 Eur/t CO2 / Daten gemäß MyClimate). Hier die Seite nur falls noch wer möchte ;-) Give a little

P.P.S. Liebe Welt ausserhalb Deutschlands da draußen: So sieht ein richtiges Brot aus!!!!

Iˋm coming home!

Donnerstag, 19.05.2016

Singapur hat mich gleich am ersten Abend äußerst positiv überrascht! Ich habe ja nur einen kurzen Stopover hier, aber ich muss sagen, die Stadt gefällt mir sehr. Hätte ich wirklich nicht gedacht wie schön sie ist.

Der Flug am 17.05. (Dienstag) verlief zunächst sehr ruhig, war allerdings 8 Stunden lang. Direkt als ich in Singapur angekommen war, zeigte sich mir aber die Schönheit der Stadt. Der Shuttle-Bus fuhr direkt an einigen Highlights von Singapur vorbei. Vor allem das alles überragende Marina Bay Sands Hotel mit seiner völlig verrückten Bauweise (Pool und Palmengarten auf dem Dach) hat es mir angetan. Außerdem sah ich bereits den Singapur Flyer (das 2. größte Riesenrad der Welt) und Downtown Singapur mit den Wolkenkratzern.

Beim Hotel hatte ich diesmal nichts anbrennen lassen. Meine vielen Internet Recherchen und Vorbereitungen sollten sich zum wiederholten Male auszahlen. Ich hatte das Holiday Inn Express Clarke Quay gebucht. Meiner Meinung nach wieder perfekt für meine Zwecke. Tolles Zimmer, tolles Bad, cooler Infinity-Pool und Whirlpool auf dem Dach, Frühstück inklusive und viel billiger als das Marina Bay Sands. Das Hoteldach mit den Pools schaute ich mir auch direkt kurz an.

Ich blieb jedoch nicht lange im Hotel, sondern machte mich gleich abends noch auf meine erste Erkundungstour. Ich wollte einfach noch nicht ins Bett um 19:00 Uhr, obwohl ich (aufgrund des Fluges und Zeitverschiebung) schon müde war. Deshalb schaute ich mir das Haupt-Vergnügungsviertel von Singapur, Clarke Quay, rund um das Hotel an. Dieses liegt direkt am Singapur River und es gibt einige schöne Bars & Restaurants. Das Ganze ist bei Nacht wunderschön beleuchtet, wie im Übrigen die gesamte Innenstadt rund um den Singapur River, was ich auch direkt erkennen sollte. Denn spontan nahm ich eines der kleinen traditionellen Boote, die eine 40-minütige Tour über den Fluss machen. Das war eine grandiose Entscheidung, gerade bei Dunkelheit macht die Fahrt Eindruck. Hierbei konnte ich mir einen guten Überblick verschaffen und es gab auch hilfreiche Audiokommentare auf dem Boot. Ich bekam auch erneut den Singapur Flyer und das in meinen Augen schier unglaubliche architektonische Wunderwerk Marina Bay Sands zu sehen, sogar mit Lasershow bei Nacht! Beeindruckend! Zudem sah ich das Wahrzeichen Singapurs - Merlion: Eine Sagengestalt halb Löwe halb Meerjungfrau.

Circular Quay Marina Bay Sands Singapur Flyer Merlion

Am nächsten Tag (18.05.) fuhr ich zunächst mit der mega sauberen und perfekt organisierten U-Bahn (wie im Übrigen die ganze Stadt) hinter das Marina Bay Sands in die Gardens of the Bay. Dies ist eine tolle Gartenlandschaft mit den eindrucksvollen Supertrees (künstlich angelegte Riesenbäume, die man sogar mit einem Hoch-Rundweg umrunden kann; kostet aber und ich hab‘s nicht gemacht; lohnt sich angeblich nicht).

Supertrees Gardens by the Bay & Marina Bay Sands

Danach ging’s durch das berühmte Marina Bay hindurch und in die Shopping Mall auf der anderen Seite. Von der Promenade aus hat man einen super Blick auf die Skyline und auf das in die Bucht gebaute Stadion „The Float @ Marina Bay“. Ebenfalls völlig verrückt, wie ich finde. Ich ging einmal um die Bucht herum, um Hotel, Skyline und Bay aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.

Völlig krankes Gebäude The Float @ Marina Bay Skyline Nico mit Merlion & Skyline

Anschließend ging ich weiter den Singapur River entlang in Richtung meines Hotels. Nach Besichtigung des Kolonialviertels und von Clarke Quay bei Tag, ging ich, obwohl es erst Mittag war nach 4 Stunden Besichtigungstour, völlig geschafft zum Hotel zurück, wo ich mich am und im Infinity-Pool ein wenig ausruhte. Das tropische Wetter mit Temperaturen von 32 Grad und einer erdrückenden Luftfeuchtigkeit hatten dafür gesorgt, dass ich bereits nach kurzer Zeit Sightseeing pitschnass geschwitzt war. Und anstrengend war das ganze bei der Temperaturen-Luftfeuchtigkeits-Kombination obendrein.

Infinity Pool im Holiday Inn Express

Nach der Erholungsphase startete ich nachmittags aber noch eine 2. Erkundungstour. Zunächst ging ich kurz durch Chinatown, da es aber anfing aus Kübeln zu schütten und sogar zu gewittern, wich ich auf die U-Bahn aus. Ich wollte einen typisch asiatischen Food Court besuchen und tat das auch. Am Lau Pa Sat in Downtown konnte ich aus zig verschiedenen kleinen asiatischen Ständen mein Essen auswählen. Ich wählte asiatische Nudeln mit scharf gewürztem Chicken. Lecker und unschlagbar günstig!

Anschließend fuhr ich in den 61. Stock des One Raffles Place - Die 1-Altitude Bar. Von hier kann man die herrliche Aussicht auf die Stadt genießen, vor allem wenn es nicht gerade regnet, was es aber leider tat. Der Außenbereich der Bar war deswegen geschlossen. So musste ich meinen völlig überteuerten aber standesgemäßen Singapur Sling Cocktail drinnen trinken. Hierbei lernte ich wiedereinmal eine Deutsche (Laura) kennen, die auch hier die Aussicht genoss. Deutschland ist wirklich Reise-Weltmeister! Ich habe keine andere Nation häufiger angetroffen auf meinen Reisen. Nach dem 2., zu teurem Cocktail und unzähligen Fotos bei Tag & Nacht (denn die Sonne war inzwischen untergangen und es hatte auch aufgehört zu regnen) beschlossen wir uns noch ein bisschen gemütlich am Clarke Quay hinzusetzen und zu quatschen bevor jeder seiner Wege ging. Ich wollte noch packen und einige Vorbereitungen für meine Abreise treffen.

Cocktail mit Laura

 

Am letzten Tag in Singapur (19.05.), an dem ich spät abends meinen Rückflug antreten sollte, fuhr ich, nachdem ich im Hotel ausgecheckt hatte, in die Orchard Road - Die Haupteinkaufsstraße von Singapur. Hier bummelte ich noch ein bisschen, ehe ich nochmals zum Hotel zum Duschen und anschließend zum Flughafen fuhr. Ich kaufte aber nichts mehr! Selbst beim Abercrombie-Store blieb ich hart. In meinen Koffer geht nichts mehr rein ;-)

 

Der Rückweg

Ja man glaubt es kaum. Das war sie also meine letzte Station. Ich würde meinen ersten Einstieg in Asien als durchaus gelungen bezeichnen, auch wenn Singapur sicherlich nicht das typische Asien repräsentiert. Aber es ist wirklich eine sehr schöne Stadt und man erkennt noch den kolonialen Einfluss Englands. Für mich geht es nun nach Hause, wo ich hoffentlich wohlbehalten am Freitag morgen ankommen werde. Der Flug wird nochmal hart – 15 Stunden im Flieger mit Zwischenlandung in Zürich.

Auf der einen Seite bin ich traurig, dass meine Reise nun ihr Ende findet, auf der anderen Seite freue ich mich natürlich auf zu Hause und vor allem auch auf euch alle! Ich freue mich auf deutsches Brot, Essen von Mama, kein Flugzeugessen mehr, Schlafen in meinem eigenen Bett, Auto und Motorrad fahren und natürlich auf den BVB am Samstag ;-). Ich habe leider kein einziges Spiel in den letzten 8 Wochen live verfolgen können, umso mehr freue ich mich jetzt auf das Finale.

Ich werde noch einen letzten Beitrag in den nächsten Tagen von zu Hause als Abschluß schreiben, möchte mich aber jetzt schon mal fürs fleißige Lesen, Kommentieren und Unterstützen bedanken!

 

Last days in Australia

Montag, 16.05.2016

Die letzten Tage in Australien und bei Bianca ließ ich deutlich ruhiger angehen.

Am Samstag (14.05.) fuhr ich erneut nach Coolangatta. Hier wollte ich ein bisschen surfen & relaxen. Erst schaute ich mir nochmals die kleinen Geschäfte an und bummelte durch den Ort, bevor ich mir anschließend ein Surfbrett mietete und an den Strand ging. Die Wellen waren anfangs genau richtig zum Üben für mich und es klappte erstaunlich gut. Ich hatte mir extra ein kleineres Brett gemietet. Nun konnte ich mir auch selbst die Frage beantworten wie man beim Surfen steuert, wo man hinfährt. Mit dem riesigen Kahn, den ich auf Hawaii hatte, hatte ich das noch nicht so raus. Aber mit dem kleineren Brett hier klappte das ganz gut und ich hatte ein paar gute „Runs“. Zumindest in meinen Augen sah es gut aus, was die Leute von außen gedacht haben sei mal dahingestellt ;-). Die Wellen wurden aber im Laufe des Tages kleiner, so dass ich mich mehr und mehr aufs relaxen konzentrierte. Ich blieb bis Sonnenuntergang in Coolangatta und schaute mir diesen von einer Mole aus mit Aussicht auf die Skyline von Surfers Paradise an. Abends chillte ich mit Bianca und Johnny vorm TV.

Coolangatta Beach Rechts im Bild: Die Skyline von Surfers Paradise

Am Sonntag (15.05.) ging es dann erneut zum Fingal Beach, den etwas ruhigeren Strand ganz in der Nähe. Bei meiner ersten Besichtigung hatte ich mir laut Bianca den nicht so schönen Strandabschnitt angeguckt. Deshalb fuhr ich zum relaxen nochmals dorthin, allerdings zum anderen Strandabschnitt. Es war brechend voll, weil Sonntag war! Auf dem kilometerlangem feinem Sandstrand konnte ich mindestens 30 Leute zählen, die meisten davon in weiter Ferne. Echt erdrückend, man fand kaum ein Platz zum Liegen am Strand ;-). Hier verbrachte ich auf jeden Fall meinen letzten Strandtag in Australien. Es gibt auch hier einen kleinen Leuchtturm, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die umliegenden Strände und Coolangatta hat. Im Hintergrund erkennt man auch von hier die Skyline von Surfers Paradise.

Aussicht vom Leuchtturm

Nachmittags gegen 15:00 Uhr fuhr ich zurück zu Biancas Haus und Johnny und Bianca zeigten mir den Rest des Grundstückes, den ich noch nicht gesehen hatte. Ich war ziemlich baff, weil das Grundstück ziemlich riesig ist und am Hang liegt. Ich wusste zwar, dass es noch weit ins Tal hineinreicht, aber mit so einer Größe hatte ich nicht gerechnet. Ich nahm einen kleinen Weg durch den mit Regenwald bewachsenen Teil des Grundstückes runter ins Tal. Unten auf einer Lichtung angekommen, wurde ich noch weiter überrascht. Bianca und Johnny haben sich hier in mühevoller Handarbeit eine Koppel und eine Reitarena für ihre Pferde angelegt. Die Lichtung haben sie selbst gerodet und planiert im letzten Jahr. Ich glaube da steckt wirklich viel Arbeit dahinter, aber dafür ist es auch ein wirklich tolles Pfleckchen Erde geworden. Wieder oben angekommen, tollte ich noch ein bisschen mit den 3 Hunden (Sammy, Ruby & Pebbles) rum, bevor ich abends Bianca und Johnny noch in ein Restaurant einlud um mich für ihre Gastfreundschaft zu bedanken. An dieser Stelle nochmals: Vielen Dank!

Reitarena Pferdekoppel mit Reitarena Herumtollen mit den Hunden Pebbles likes it... Cheers...

An meinem letzten richtigen Tag in Australien hatte ich mir noch ein wichtige Sache vorgenommen: Shopping! Ich fuhr ins Harbour Town Outlet, wo ich noch ein paar schöne Klamotten kaufte. Mein Koffer ist zwar randvoll, aber irgendwie muss ich das alles mitkriegen. Im Notfall wird’s sehr warm im Flieger, weil ich alles anziehen muss ;-). Danach ging es noch kurz auf einen Abstecher ins berühmte Surfers Paradise, den Ballermann Australiens. Sieht schon toll aus die Skyline mit den riesigen weiß-blauen Hochhäusern. Aber wie erwartet fand ich es hier zu voll und zu touristisch, deshalb und weil ich abends noch etwas vor hatte, blieb ich nur kurz um anschließend wieder zurück zu fahren. Es ist aber auch meines Erachtens nicht ganz so partymässig wie am Ballermann, zumindest tagsüber nicht, auch weil man keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken darf.

An meinem letzten Abend hatte Johnny aber extra für mich nochmal ein richtiges Aussie BBQ veranstaltet. Seine Eltern und sein Bruder Andy waren auch da um mich zu verabschieden. Sehr nett!

Surfers Paradise Surfers Paradise Beach Surfers Paradise Skyline

 

Die 9. Station
Das war also Australien! Ich habe einige tolle Sachen erlebt und die Zeit hier wirklich sehr genossen. Morgen fliege ich nun weiter. Es geht nach Asien, genauer gesagt Singapur!
 
 

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